Messen und Events

Allerlei Gemüse: Klaus Pfefferle (Fotos: Jens Kreutzfeldt/ZG Raiffeisen)
Wickelt alles ein: ZG OptiVlies (Fotos: Jens Kreutzfeldt/ZG Raiffeisen)
Junger Gebrauchter: Fendt 210V (Fotos: Jens Kreutzfeldt/ZG Raiffeisen)

ExpoSE 2016: Damit lässt sich man sich gern einwickeln

Vom 16. bis 17. November 2016 wurden wieder rund 6.000 Fachbesucher aus Sonderkultur-, Obst- und Gemüsebranche auf der Europäischen Spargel und Erdbeermesse (ExpoSE) in Karlsruhe erwartet. Nach zahlreichen Wetter- und Preiskapriolen in diesem Jahr sind die aktuellen Messetrends vor allem mehr geschützter Anbau und Direktvermarktung.

Beim strömenden Regen gönnten sich auch die unerschrockensten Landwirte gern eine Pause vom Betrieb und sorgten für stetigen Besucherstrom in den Messehallen. Das ungemütliche Wetter vor den Messefenstern war zugleich symbolisch für die Stimmung in einer Branche, die – wie die gesamte Landwirtschaft – kein leichtes Jahr hinter sich hat. Im Frühjahr versank die Spargelernte mancherorts förmlich nach Dauernässe im Schlamm, im Sommer ächzten die Erdbeeren unter Dauerhitze und Trockenheit. Viele Betriebe kamen mit der Bewässerung kaum nach. Qualitäten und Erträge blieben dementsprechend oft deutlich unter den Erwartungen.

Alle Fotos von der ExpoSE 2016 finden Sie weiter unten auf dieser Seite.
Tunnel und Folien liegen im Trend

Nach dem nassen Frühjahr gehen nun immer mehr Betriebe auf Nummer Sicher und schützen ihre Pflanzen systematisch mit Verfrühungsprodukten vor Frost, Nässe und Temperaturschwankungen. „Der Trend geht ganz klar hin zu mehr geschütztem Anbau“, sagt Klaus Pfefferle, neuer Produktionsmanager Gemüse bei der ZG Raiffeisen.

Seit September 2016 berät Pfefferle für die ZG Raiffeisen gezielt Betriebe mit Gemüseanbau in Baden. Im Sonderkulturbereich war die Genossenschaft mit einem ganzen Team von Beratern bereits bestens aufgestellt. Mit einem ausgewiesenen Gemüsespezialisten wird diese Expertise nun gezielt verstärkt, denn im Obst- und Weinbauland Baden gibt es immerhin auch weit über 100 Gemüsebetriebe mit ganz eigenen Anforderungen. Pfefferle ist mit über 30 Jahren Erfahrung bereits ein alter Hase im Geschäft und hat das „Gemüsealphabet“ von Auberginen bis Zuccini bereits komplett durch, wie er sagt.

"Viele Betriebe setzen jetzt mehr auf Tunnel und Folien“, meint auch Pfefferles Kollege Hans-Werner Becker von der Agrar-Niederlassung in Hockenheim. „Wenn das Wetter wieder so verrückt wird wie im letzten Jahr, ist meine Ernte geschützt. Wenn nicht, kann ich die Verfrühung immer noch reduzieren. Qualitäten und Erträge sind aber allemal besser.“

Gut verpackt

Für diesen Trend ist die ZG Raiffeisen mit ihrem neuen Verfrühungsvlies ZG OptiVlies gut aufgestellt. Es gehört zu den wenigen Produkten dieser Art, die noch in Deutschland hergestellt werden. Der Qualitätsanspruch ist entsprechend, und auch preislich kann das Produkt mit der internationalen Konkurrenz absolut mithalten. Beim ZG OptiVlies wurde besonderer Wert auf die Reißfestigkeit gelegt, und zwar sowohl in Längs- als auch in Querrichtung. Erzielt wird dieser Effekt durch halbkreisförmig aufgesprühte, überlappende Fasern. Zugleich ist die Faserstruktur so konzipiert, dass Licht, Wasser und Wind bei Bedarf ausreichend aufgenommen werden können, ohne Schaden anzurichten.

Sehr gut an kam bei den Messebesuchern, dass das ZG OptiVlies in zwei großen Bahnen zum Ansehen und Anfassen am gemeinesamen Messestand von  Raiffeisen-Waren Zentrale Rhein-Main e.G. Köln (RWZ) und ZG Raiffeisen Karlsruhe aushing. Das Produkt werde bereits sehr gut angenommen, meinen Pfefferle und Kollegen.

Junge Gebrauchte gefragt

Nebenan bei der Agrartechnik schaarten sich die Kunden um einen fast neuen Fendt-Weinbautraktor 210V. Mit rund 130 Betriebsstunden war das Fahrzeug fast neu, aber eben nur fast. Der Traktor wurde praktisch vom Fleck auf der Messe wegverkauft, und es gibt jede Menge weitere Anfragen für junge gebrauchte Fahrzeuge.

„Unser Messekonzept ist voll aufgegangen“, sagt Regionalleiter Harald Hörner zufrieden. „Wir sind ganz bewusst nicht wie üblich mit einem Neufahrzeug angetreten, weil wir gemerkt haben, dass viele Kunden sich derzeit keine Neupreise leisten können.“ Nach seinem Eindruck sei die Talsohle erreicht und die Stimmung bei den Landwirten besser, als sie oft dargestellt werde, meinte Hörner. Es werde schon gekauft, aber eben immer noch zurückhaltend, solange die nicht auch die Zahlen wieder besser seien. „Doch wenn gekauft wird, dann Qualität, und da ist Fendt eben einfach Marktführer.“

Weitere gefragte Technik-Themen am Messestand waren Schlepperbreiten ab 1,20 m, Überfahrhöhe mit passendem Umbau sowie ganz allgemein die fortschreitende technische Spezialisierung für einen immer gezielteren Anbau. Nicht bewahrheitet hat sich dagegen auf der Messe bisher der erwartete Trend bei Selbstfahrsystemen für das Autonome Fahren. Dies sei noch zu neu und vielen Kunden noch nicht ganz geheuer, solange die rechtlichen Bedingungen nicht geklärt seien, meint Hörner.

Der Markt wird nicht einfacher

Ein weiterer Messetrend neben der Verfrühung ist die Direktvermarktung. Viele Betriebe versuchen damit, ihre Kosten weiter zu senken und bessere Preise zu erzielen. Denn die Preise sind alles andere als stabil, nicht nur infolge der Wetterbedingungen, sondern auch durch die Konkurrenz, die mit Massenware aus ganz Europa auf den deutschen Markt drängt.

„Die Marktbedingungen werden einfach immer schwieriger“, sagt Katja Pfeifer, Produktionsmanagerin Sonderkulturen bei der ZG Raiffeisen. „Deshalb versuchen viele Betriebe mit immer ausgefeilteren Verfrühungslösungen, im Frühjahr möglichst als erste mit ihrer Ware auf dem Spargelmarkt zu sein, um noch halbwegs gute Preise zu erzielen.“

Impressionen von der ExpoSE 2016
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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