"Die Kurve kriegen": Erneut Bestnoten bei Audits nach GMP+

14.08.2017
Von: Jens Kreutzfeldt

Mit nur drei Abweichungen und einigen Hinweisen haben die Erfassungsstellen der ZG Raiffeisen bei den jährlichen Audits auf Futtermittelsicherheit nach GMP+ erneut sehr gut abgeschnitten. Gute Bewertungen erhielten die auditierten Niederlassungen auch in diesem Jahr wieder für sehr gute Basishygiene, die Rückverfolgbarkeit der Ware und für die Dokumentation.


Auditor Rudolf Fottner (2.v.r.) mit Mitarbeitern der ZG Raiffeisen bei den Audits im Mai 2017 (Foto: Jens Kreutzfeldt/ZG Raiffeisen)

Auditor Rudolf Fottner (2.v.r.) mit Mitarbeitern der ZG Raiffeisen bei den Audits im Mai 2017 (Foto: Jens Kreutzfeldt/ZG Raiffeisen)

„Ich hätte als Auditor ja gern etwas Wesentliches zur Verbesserung beigetragen, aber ich habe keine strukturellen Probleme gefunden, nur Einzelfälle“, sagte Auditor Rudolf Fottner vom Zertifizierungsdienstleister SGS im Anschluss. Diese Einzelfälle betrafen vor allem hygienische Folgeerscheinungen bei Umbaumaßnahmen sowie den Umgang mit Rückstellmustern.

Erneut bestätigten diese Ausnahmen jedoch insgesamt wieder einmal die Regel. Man merke, dass das Qualitätsmanagementssystem mit internen Audits bei der ZG Raiffeisen schon lange in Betrieb sei und Wirkung zeige, sagte Fottner. Viele Agrar-Unternehmen investierten einfach zu wenig in diesem Bereich und wunderten sich dann, wenn sie nicht gut abschnitten.

Die Kurve kriegen

Gefragt nach künftigen Verbesserungsmöglichkeiten, meinte Fottner: „Ich kann Ihnen nur raten, lassen Sie nicht locker und versuchen Sie, weiter vorausschauend zu arbeiten. Es ist ein wenig wie Tanklaster fahren: Wenn Sie Ihr Ziel kennen und genau wissen, dass Sie in zehn Kilometern nach rechts abbiegen müssen, dann werden Sie rechtzeitig Maßnahmen ergreifen, damit Sie die Kurve kriegen und nicht im Graben landen. Genau darauf kommt es an.“

Neue Herausforderungen warten

Fottner ist sich sicher, dass die Qualitätsanforderungen im Vermarktungsgeschäft weiter steigen werden. Nach der neuen Positiv-Deklaration rückten jetzt Verschleppungsrisiken in den Vordergrund, also die Gefahr, dass Ware, die nach unterschiedlichen Standards produziert wird, untereinander verunreinigt werden könnte.

Weitere Informationen über Audits und Zertifizierungen lesen Sie den Seiten des Qualitätsmanagements.

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