Großbrand im Raiffeisen-Kraftfutterwerk Kehl: Ursache vermutlich technischer Defekt

14.09.2017
Von: Ulrike Mayerhofer

Ein Feuer hat in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag erheblichen Schaden im Raiffeisen Kraftfutterwerk-Kehl verursacht. Zwei von vier Anlagen im Turm für die Futterpelletsherstellung sind nicht mehr produktionsfähig, alle übrigen Futtererzeugnisse werden unbeeinträchtigt weiter produziert.


Starker Wind behinderte die Löscharbeiten in 40 Metern Höhe (Foto: Stadt Kehl. Zum Vergrößern klicken)

Starker Wind behinderte die Löscharbeiten in 40 Metern Höhe (Foto: Stadt Kehl. Zum Vergrößern klicken)

Kurz nach 22 Uhr am Mittwochabend kam die Sicherheitsmeldung aus der Kühlung einer der vier Anlagen in dem Produktionsturm. Die Feuerwehr war schnell vor Ort, fand jedoch eine doppelt schwierige Situation vor. Der starke Wind machte einen Außeneinsatz an dem Turm unmöglich und fachte den Brandherd im Inneren noch zusätzlich an. Erst gegen drei Uhr am Donnerstagmorgen hatten die Einsatzkräfte das Feuer unter Kontrolle, das durch starke Hitzeeinwirkung inzwischen auch eine weitere Anlage zerstört hatte. Aktuell wird ein technischer Defekt in der Anlagenkühlung als Ursache vermutet.

Futtermittelproduktion außer Pellets läuft unbeeinträchtigt weiter

„Genaueres können wir momentan noch nicht sagen“, so RKW-Geschäftsführer Bernhard Stoll. Das RKW Kehl ist eine Tochter der ZG Raiffeisen in Karlsruhe. Es produziert konventionelles und Biofutter für Nutz- und Heimtiere. Der Schaden geht nach Stolls erster Einschätzung in den siebenstelligen Bereich.

„Wir sind jedoch zuversichtlich, dass wir den Produktionsausfall mit Sonderschichten und Wochenendarbeit kompensieren können“, sagt er. Die Pellets stellen nur einen Teilbereich des Sortiments dar. Alle übrigen Futtererzeugnisse werden unbeeinträchtigt weiter produziert. Mit ihnen können eventuelle vorübergehende Lieferengpässe kompensiert werden, so der Geschäftsführer. Abnehmer sind Landwirte in Baden-Württemberg und im Elsass.

„Wir sind sehr dankbar für den extrem engagierten Einsatz der Kehler Feuerwehr und des Roten Kreuzes“, sagt Bernhard Stoll. So habe zumindest verhindert werden können, dass noch weitere Teile der Produktion Schaden genommen hätten.

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