ZG Raiffeisen blickt zuversichtlich in die Zukunft: Generalversammlung von offener Diskussion geprägt

13.10.2017
Von: Ulrike Mayerhofer

Auf 4.738 ist die Mitgliederzahl der ZG Raiffeisen im Jahr 2016 angewachsen. Rund 250 von ihnen kamen am 10. Oktober 2017 zur Generalversammlung, um sich von Vorstand und Aufsichtsrat über die Lage „ihres“ Unternehmens zu informieren.


Die Generalversammlung 2017 in Bühl (Foto: Ralf Peter/ZG Raiffeisen)

Die Generalversammlung 2017 in Bühl (Foto: Ralf Peter/ZG Raiffeisen)

Insgesamt befinden sich die badische Genossenschaft und ihre in der ZG Raiffeisen-Gruppe zusammengefassten Töchter und Beteiligungen auf einem stabilen Kurs. Der Gruppen-Umsatz blieb – trotz eines erneut schlechten Erntejahres und niedriger Weltmarktpreise – mit 1,048 Mrd. EUR im Bereich der vergangenen Jahre.

In der von Offenheit geprägten Veranstaltung wurden auch kritische Stimmen unter den Mitgliedern laut. Infolge eines Schadensfalls der Tochter ZG Raiffeisen Energie GmbH muss die Unternehmensgruppe  für 2016 und rückwirkend auch für 2015 negative Ergebnisse hinnehmen. Dividende und Warenrückvergütungen werden trotzdem ausgezahlt. Die Mitglieder stimmten dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zu, die Verluste mit einer Entnahme aus den Rücklagen auszugleichen.

Den vollständigen Bericht über die Generalversammlung 2017 mit allen Fotos finden Sie auf unseren Mitglieder-Seiten


Zuvor hatten der Vorstandsvorsitzende Dr. Ewald Glaser sowie einer der Wirtschaftsprüfer vom DGRV einige Fragen beantwortet, darunter auch, ob das Geschäftsfeld Energie für die ZG Raiffeisen auch weiterhin ein Standbein bleibe. Dies bejahte Glaser klar: „Wir haben schon viele Jahre hier gute Geschäfte gemacht, das wird auch in Zukunft wieder so sein.“ Bereits in seiner Rede hatte er betont, dass es sich um einen einmaligen Vorfall handle, der in gründlichen Untersuchungen aufgeklärt worden und umgehend personelle und organisatorische Konsequenzen nach sich gezogen habe.

Vorstand rechnet mit erfolgreichem Jahr 2017

Die ZG Raiffeisen, so Glaser, habe allen Grund, zuversichtlich in die Zukunft zu blicken. Infolge der nachhaltigen Investitionspolitik der vergangenen Jahre verfüge die Genossenschaft über eine solide Infrastruktur in ihren rund 200 Niederlassungen. Das laufende Jahr 2017 könnte nach der aktuellen Hochrechnung mit dem besten Jahresabschluss in der Geschichte der ZG Raiffeisen-Gruppe zu Ende gehen: dank positiver Entwicklungen in allen Sparten, mit dem Rückenwind aus einer absehbar guten Maisernte und unter Berücksichtigung der Versicherungssumme. „Damit hätten wir dann auch die Delle in diesem und im vergangenen Jahr mehr als ausgeglichen“, betonte der Vorstandsvorsitzende.

Auf den Rückhalt ihrer Mitglieder kann sich die Genossenschaft auch in schwierigeren Zeiten ganz offensichtlich verlassen: Bei sämtlichen zur Entscheidung stehenden Tagesordnungspunkte stimmten die Anwesenden mit überwältigender Mehrheit für die Vorschläge von Aufsichtsrat und Vorstand.

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