11.10.2019
Ulrike Mayerhofer

Neuer Akteur im europäischen Getreidehandel: ECU-Büro in Straßburg offiziell eingeweiht

Kleines, aber hochprofessionelles Team: Sylvie Dolmaire, Prisca Treger und Michèle Waegele (links) sowie Dr. Richard Volz und Isabelle Schmaltz (rechts). In der Mitte die Vorstände der Mutterunternehmen Dr. Ewald Glaser und Jean-Michel Habig mit Patrick Bastian vom Regionalrat Grand Est.

Von den ersten konkreten Plänen bis zum fertig eingerichteten Büro ist nicht einmal ein Jahr vergangen. Das neue französisch-deutsche Getreidehandelsunternehmen ECU (Europe Crop United) hat seinen Betrieb aufgenommen. Jetzt sind auch die Räumlichkeiten in Straßburg offiziell eingeweiht worden.

Das Büro in der Rue du Bassin de l’Industrie in Straßburg ist nicht groß, die Bedeutung des Joint Ventures für die beiden genossenschaftlichen Mutterunternehmen Coopérative Agricole de Céréales (CAC) Colmar und ZG Raiffeisen umso größer. Bereits seit Mitte September verhandeln die Abnehmer in der getreideverarbeitenden europäischen Industrie mit der ECU und nicht mehr mit der CAC oder der ZG Raiffeisen. Das Volumen, das dem Joint Venture zur Verfügung steht, beinhaltet die gesamte Ernte der Landwirte links und rechts des Rheins – bis zu einer Mio. Tonnen Weizen und Mais pro Jahr. Hier liegt das wichtigste Argument für den Zusammenschluss: Die ECU ist bedeutend leistungsfähiger, als es ihre Mutterunternehmen alleine für sich wären.

Gründung sorgt am Markt für Gesprächsstoff
„Am Markt wurde das bereits registriert“, haben die beiden Geschäftsführer Dr. Richard Volz und Michèle Waegele beobachtet. Europas erstes grenz-überschreitendes Gemeinschaftsunternehmen im landwirtschaftlichen Genossenschaftsbereich sorgt in der Branche für Gesprächsstoff. „Mit dem Zusammenschluss stabilisieren wir nicht nur die Position unserer Mutterunternehmen, sondern auch die der Landwirte“, betont Volz. „Unsere gemeinsame genossenschaftliche Basis war ein treibender Faktor in den Verhandlungen auf dem Weg zur raschen Gründung“, ergänzt seine Kollegin Waegele.

Für weitere Partner offen

Die CAC und die ZG Raiffeisen haben mit der Gründung der ECU einen Schritt gewagt, der in bester genossenschaftlicher Tradition steht: einen Zusammenschluss, der beide Partner stärker macht und gleichzeitig ihre Selbstständigkeit wahrt. In diesem Sinne ist die neue Gesellschaft offen für weitere Partner. „Unser Ziel ist es, uns zu einem attraktiven und gewichtigen Marktteilnehmer zu entwickeln“, erläutert die ECU-Geschäftsführung. „Angesichts der großen Strukturveränderungen in der gesamten Agrar-Branche und auch auf Abnehmerseite ist Wachstum ein maßgeblicher Faktor für den Erfolg.“  

Große Mengen, beste Qualität, höchste Lieferzuverlässigkeit, Flexibilität und insbesondere eine um-fangreiche Lagerkapazität mit der Möglichkeit einer ganzjährigen Belieferung: Das sind die Anforde-rungen, die der Markt an die Handelshäuser stellt. Nur wer hier Schritt halten kann, wird als Partner auch auf Dauer interessant sein, sind die Experten überzeugt. Bei der ECU sieht man sich bereit.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserer Pressemitteilung.

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