Maiswerk Heitersheim

Saatgutproduktion von Mais, Raps und Roggen

Die ZG Raiffeisen eG produziert im Maiswerk Heitersheim seit einem halben Jahrhundert Saatgut der Kulturarten Mais, Raps und Roggen. Die hohen Anforderungen an Qualität und Ausreife für Maissaatgut lassen die Saatmaisvermehrung in Deutschland nur in den klimatisch begünstigten Anbaugebieten am Oberrhein zu. Bei Roggen und Raps ist die Frühreife des Gebietes von entscheidendem Vorteil.

Heute liegt die Maisvermehrungsfläche bei über 2500 ha. Das Vermehrungsgebiet reicht im Wesentlichen von Neuenburg im Süden bis nach Breisach-Gündlingen im Norden. Die einzelnen Vermehrungsvorhaben werden fast ausschließlich auf Beregnungsflächen durchgeführt.

Die Organisation der Maisvermehrung und die Betreuung der Vermehrer erfolgt dabei durch das Maiswerk. Weiterhin obliegen die Organisation der Ernte, sowie die weitere Verarbeitung mit Trocknung, Reinigung, Kalibrierung, Beizung, Absackung und der Versand des Erntegutes dem Maiswerk Heitersheim. 

Um eine hohe Keimfähigkeit des Erntegutes zu gewährleisten, muss die Ernte als Kolbenware mit sogenannten Maispflückern erfolgen. Zur Verarbeitung stehen am Standort zwei getrennte Maisannahmen, zwei Trocknungsanlagen für Maiskolben, zwei Absackstraßen sowie verschiedene Lagerhallen zur Verfügung.

Neben der Hybridmaisproduktion werden hier auch Hybridraps und Hybridroggen vermehrt und zu Saatgut aufbereitet. Durch das milde Klima des Rheingrabens kann die Saatguternte deutlich früher als in den meisten anderen Regionen Deutschlands erfolgen. Dies verlängert die für die notwendige Aufbereitung sehr kurze Zeitspanne zwischen Saatguternte und darauffolgende Aussaat.

Viele namhafte Züchter nutzen dabei die über 50-jährige Erfahrung des Maiswerks und lassen hier Mais, Raps und Roggen vermehren.

Das Maiswerk in Heitersheim: Eine Erfolgsgeschichte

Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde in Baden Mais gezüchtet und vermehrt. Damals handelte es sich um frei abblühende Landsorten, wie z.B. den Gelben Badischen Landmais. In den 50er und 60er Jahren wurden die Landsorten zunehmend durch die deutlich leistungsfähigeren Maishybriden verdrängt.

Im Jahre 1958 begann man daher auch mit der Vermehrung von Hybridmais auf zunächst nur 20 ha Fläche. Bereits 1959 wurde die Fläche bei der ZG Raiffeisen eG auf 37 ha ausgedehnt. In den Folgejahren wuchs nach Bewältigung der ersten Anfangsschwierigkeiten die Fläche stetig an. 1962 wurde daher das erste Maiswerk in Bad Krozingen errichtet.

Schon 1978 reichten die dortigen Kapazitäten nicht mehr aus, sodass man sich zu einem Neubau eine Maiserfassungs- und Aufbereitungsanlage in Heitersheim entschloss. In der Folgezeit wurde dieses Maiswerk stetig erweitert.

Hybridzüchtung

Die Hybridzüchtung beruht auf der Verwendung von genetisch unterschiedlichen Inzuchtlinien, bei deren Kreuzung eine besonders große und leistungsfähige Pflanze entsteht. Hierzu muss aber eine ganz gezielte Bestäubung der Mutterkomponente durch die Vaterkomponente gewährleistet werden.

Beim Hybridmais erreicht man dies, indem man die Mutterkomponente „entfahnt“, das heißt den an der Spitze der Maispflanze sitzenden männlichen Blütenstand, die sogenannte Fahne, entfernt. Diese zeitaufwendige Arbeit wird auch heute noch zumeist von Hand durchgeführt. Mit mittlerweile entwickelten Maschinen lässt sich der Zeitaufwand zwar senken, dennoch für notwendige Kontrollgänge geht es auch heute noch nicht ohne erhebliche Handarbeit.

Bei Hybridraps und Hybridroggen wurden durch intensive Züchtungsarbeit Inzuchtlinien entwickelt, die männlich steril sind. Das heißt diese Mutterlinien bilden keinen Blütenstaub aus, so dass auch hier eine Befruchtung ausschließlich durch die Vaterkomponente gewährleistet wird. Mittlerweile ist auch die Entwicklung von einigen sterilen Mutterlinien im Mais gelungen.

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