Pflanzkartoffeln

Tolle Knolle

Eine wesentliche Grundlage für ertragsstarke Kartoffelbestände ist die Wahl des richtigen Pflanzguts. Je nach Bestandesaufbau, Sorte und Pflanzgutsortierung werden hierfür pro Hektar ca. 2 bis 3 Tonnen Pflanzgut benötigt.

Beim Kartoffelanbau stellt dies einen wesentlichen Teil der Betriebsmittelkosten dar. Umso wichtiger ist es, dass sich der Landwirt voll und ganz auf das Pflanzgut verlassen kann. Der Einsatz von zertifiziertem Pflanzgut gewährleistet Gesundheit und Sortenechtheit.

Die ZG Raiffeisen lässt Pflanzkartoffeln bei erfahrenen und zuverlässigen Vermehrungsbetrieben anbauen. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit allen namhaften Kartoffelzüchtern.

Das Spektrum der vermehrten Sorten reicht von der Reifegruppe „sehr früh“ über „früh“ und „mittelfrüh“ bis „mittelspät“. Entsprechend der Marktbedeutung sind im Programm alle Kochtypen (festkochend, vorwiegend festkochend und mehligkochend) vertreten. Die Sortenwahl erfolgt in enger Abstimmung mit den Empfehlungen des Landwirtschaftlichen Technologiezentrums, Außenstelle Donaueschingen.

Grundlagen

Bevor zertifiziertes Pflanzgut vertrieben wird, müssen viele Bedingungen erfüllt sein:

  • Der Anbau darf nur auf nematodenfreien Äckern stattfinden

  • Es wird ausschließlich vom Züchter genehmigtes, garantiert gesundes und geeignetes Vermehrungspflanzgut eingesetzt

  • Die Aufwüchse werden während der Vegetationszeit mindestens einmal durch einen amtlich Beauftragten der Saatgutanerkennungsstelle auf Gesundheit und ordnungsgemäße Bewirtschaftung überprüft

  • Die Pflanzkartoffelernte erfolgt nach Sorten getrennt, das Erntegut wird nach Auslesen unerwünschter Beimischungen professionell gelagert

  • Während der Ernte werden repräsentative Muster von jeder Sorte genommen, die auf bakterielle Ringfäule, Schleimkrankheit und Virusbefall untersucht werden

  • Die Größensortierung erfolgt nach der vom Züchter für die jeweilige Sorte vorgegebenen Sortiernorm

  • Ein amtlich beauftragter Kontrolleur überwacht stichprobenartig, dass nur einwandfreie Pflanzkartoffeln abgepackt werden

  • Die Verpackung erfolgt in der Regel in Jutesäcken oder in Bigbags

  • Das blaue Etikett mit Anerkennungsnummer, Sorten- und Gewichtsangabe garantiert den hohen Standard des zertifizierten Pflanzguts

Auf Herz und Viren geprüft

Besonders Viruserkrankungen können im Kartoffelanbau zu hohen wirtschaftlichen Schäden führen. Symtome sind hauptsächlich ein kümmernder Blattapparat oder deformierte Knollen.

Diese für Menschen absolut unschädlichen Viren werden vor allem durch tierische Schädlinge (vor allem Blattläuse) übertragen. Saugt eine Blattlaus an einer viruskranken Kartoffelpflanze, kann sie nach dem Anflug auf eine bislang gesunde Kartoffelpflanze diese infizieren. Das Virus wandert dann in der Pflanze abwärts in die Knollen. Werden diese dann im nächsten Jahr ausgepflanzt, ist die neue Pflanze ebenfalls krank.

Hauptziel bei der Pflanzkartoffelvermehrung ist die Unterbrechung dieses Kreislaufs. Die Pflanzkartoffelvermehrung erfolgt nur in so genannten „Gesundlagen“ in denen das Infektionsrisiko gering ist. Die Pflanzkartoffelvermehrer sorgen durch die Bereinigung viruskranker Pflanzen aus den Vermehrungsbeständen sowie die Bekämpfung von Schadinsekten für gesundes Erntegut.

Bevor zertifiziertes Pflanzgut verkauft werden darf, muss jedoch eine Virustestung beim Landwirtschaftlichen Technologiezentrum in Donaueschingen stattfinden. Übersteigt die Zahl viruskranker Pflanzen die Norm, darf die Partie nicht als Pflanzgut vertrieben werden, sondern wird als Speisekartoffel vermarktet.

Diese strengen Qualitätskontrollen gewährleisten den Pflanzgutkunden der ZG Raiffeisen ein qualitativ einwandfreies Produkt, das die Grundlage für ertragsstarke Kartoffelbestände darstellt.

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