Ackerbaumessen der ZG Raiffeisen

Gut besucht: Ackerbaumesse in Freiburg-Tiengen (Foto: ZG Raiffeisen)

Ackerbaumessen 2018: Magere Ernte, aber gute Aussichten für 2019

Mit jeweils rund 200 Fachbesuchern verzeichneten die ersten beiden Ackerbaumessen 2018 in Appenweier und Freiburg-Tiengen im Oktober und November 2018 einen neuen Besucherrekord. In einem der trockensten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen treibt die Landwirte vor allem eine Frage um: Wie soll ich auf die zunehmenden Wetterextreme reagieren?

„Wenigstens die Qualitäten der Ernte sind meistens gut aufgrund der außergewöhnlich hohen Wärmesummen in diesem Jahr“, bilanzierte Dr. Hubert Sprich, Produktionsmanager und Maisexperte der ZG Raiffeisen. „Die Erträge sind regional allerdings extrem unterschiedlich, von sehr gut bis miserabel ist alles dabei. Aber die Erntemengen sind fast überall unterdurchschnittlich.“

Das Wetter kann der Mensch nicht ändern, aber das bedeutet nicht, dass die Landwirte nicht vorbereitet sein können, meinte Dr. Sprich. Reagieren bedeutet vor allem vorsorgen, etwa durch Anbau-Diversifizierung und durch den Einsatz trockentoleranter Sorten.

Risiko streuen durch Anbau verschiedener Kulturen und Sorten

„Wir raten dazu, das Risiko möglichst breit zu streuen und mehrere Kulturen anzubauen, und von jeder Kultur wiederum auch verschiedene Sorten“, so sein Fazit. „Mit der einen oder anderen Kombination kann man je nach Wetter immer mal falsch liegen, aber mit allen gleichzeitig kaum.“

Dabei lohne es sich, auch weniger verbreitete Alternativen ins Auge zu fassen wie etwa Soja oder Braugerste. Besonders bei letzterer ist die Anbaufläche seit Jahren rückläufig, dementsprechend steigen Nachfrage und Erzeugerpreise. „Im Südwesten wird Körnermais auch weiterhin betriebswirtschaftlich unverzichtbar bleiben, aber man sollte eben nicht nur auf eine Kultur setzen“, so Dr. Sprich.

Nachfrage und Erzeugerpreise sind derzeit vielversprechend

Der Wassermangel macht sich in diesem Jahr jedoch nicht nur beim Anbau und auf den Getreidemärkten bemerkbar. Zusätzlich wird nun die Erntevermarktung durch das anhaltende Niedrigwasser auf den großen Binnenwasserstraßen wie dem Rhein belastet, weil die Transportschiffe nicht voll beladen fahren können und die Frachtkosten dadurch extrem angestiegen sind.

Überraschenderweise erscheinen gerade angesichts all dieser widrigen Verhältnisse die Aussichten für Landwirte im Jahr 2019 derzeit gar nicht so schlecht, so das Fazit von ZG Raiffeisen-Vermarktungschef Franz Utz. Angesichts geringer Mengen sei für 2019 eine hohe Nachfrage zu erwarten. Daher seien die Erzeugerpreise derzeit besonders attraktiv und sollten für Kontraktabschlüsse genutzt werden.

Auch Düngemittel sind betroffen

Doch wie so oft kommt ein Problem selten allein. Während an der einen Stelle die Ware nicht abfließen kann, kommen an anderer Stelle wiederum dringend benötigte Betriebsmittel nicht an. Das bremst derzeit vor allem die Dünger-Produktion, weil die Betriebsstätten von namhaften Düngemittel-Herstellern wegen mangelnder Schiffbarkeit derzeit nicht ausreichend mit Rohstoffen beliefert werden können.

„Momentan ist schwer einzuschätzen, wieviel Ware im kommenden Frühjahr wirklich verfügbar sein wird“, sagte Götz Lechler, Fachbereichsleiter Düngemittel bei der ZG Raiffeisen. Bei dem beliebten Stickstoff-Dünger Entec sei bereits absehbar, dass die ZG Raiffeisen weniger Handelsmenge als im Vorjahr zur Verfügung haben werde. Sein Rat lautete daher: Lieber nicht zu lange warten mit der Bestellung, sondern zugreifen, solange noch Ware auf Lager ist.

Resonanz

Gut kam bei beiden Veranstaltungen erneut die Kombination von Fachvorträgen von internen und externen Referenten an, mit Vertretern von Ämtern und Behörden, die aktuelle Probleme aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten.

Neben dem Klima und bürokratischen Hürden aller Art beschäftigt die Landwirte derzeit vor allem, dass weiterhin viele Zulassungen von bewährten Pflanzenschutzmitteln ersatzlos auslaufen, was Schädlingsbekämpfung und Unkrautkontrolle zunehmend erschwere. Sorgen bereitet auch das zunehmend negative Bild der Landwirtschaft in der Öffentlichkeit.

Am 5. Dezember schließt die Veranstaltungsreihe mit der dritten Ackerbaumesse in Forst bei Bruchsal. Fragen zu allen Themen rund um den Ackerbau beantwortet gern Ihre nächste ZG Raiffeisen Agrar-Niederlassung.

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