Erdbeer- und Spargelmesse 2015

Mit einer historischen Bilderschau blickten die Gründer auf die Anfänge der ExpoSE zurück (Fotos: ZG Raiffeisen)

ExpoSE 2015: 20 Jahre internationale Erdbeer- und Spargelmesse in Karlsruhe

In zwei Jahrzehnten hat sich die ExpoSE zu einer der internationalen Leitmessen für die Erdbeer- und Spargelbranche entwickelt. Am 18. November 2015 luden die Veranstalter auf der diesjährigen Messe zum Ausstellerempfang, um auf die Anfänge zurückzublicken und auch einen Blick in die Zukunft zu wagen.

Die Messe-Urgesteine Wolfgang Böser und Rolf Meinhardt erzählten vom „Urknall“ der heutigen ExpoSE und der Direktvermarktermesse ExpoDirekt, die 1996 mit ganzen 54 Ausstellern in der LKW-Garage der Obst- und Gemüse-Absatzgenossenschaft Nordbaden eG (OGA) in Bruchsal ihre Anfänge nahm. Damals hatten Böser und Meinhardt mit anderen Gleichgesinnten gerade erst den heutigen Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeererzeuge e.V. (VSSE) gegründet. In Norddeutschland gab es bereits einen ähnlichen Zusammenschluss, der als Vorbild fungierte.

Alle Fotos vom ExpoSE-Jubiläum finden Sie weiter unten auf dieser Seite


Der junge Verband verfügte anfangs kaum über Mitglieder oder Einnahmen, und so kam man auf die Idee, eine Messe zu veranstalten, sozusagen als Initiationsschub. Dabei ging es weniger um das Geld als vielmehr darum, eine – damals noch beinahe familär geprägte – „Innovationsfundgrube“ zu schaffen, eine Möglichkeit, gemeinsam Erfahrungen auszutauschen und neue Lösungen zu suchen in einer Branche, die bei aller Konkurrenz viele gemeinsame Sorgen und Probleme hat. Dabei ist es bis heute geblieben, und dies gehört auch zum Erfolgsgeheimnis der ExpoSE.

Von Hand vermessen und dann festgefahren

Entsprechend improvisiert fielen die ersten Messen aus. Bald musste man auf Zelte ausweichen, die regelmäßig im Novembermorast zu versinken drohten, das Kaffeewasser wurde im Toilettenhäusschen geholt. Mit Anekdoten aus den Anfangsjahren wurde nicht gespart an diesem Abend, während die Band "Speedy Gonzales" den Gästen ordentlich einheizte. Selbst Moderator Willi Bartsch vom SWR gehörte auf seine Weise zu den Männern der ersten Stunde, war die Messe doch einer seiner ersten Termine als junger Volontär.

Die erste Ausstellungsfläche habe er noch von Hand mit einem gewöhnlichen Zollstock vermessen, erzählte Rolf Meinhardt, und die Standflächen mit Klebeband markiert. Da letzteres auf dem Hallenboden einfach nicht halten wollte, besorgte jemand ein Spezialband, hinterher wurden die Markierungen mit einem Gabelstapler abgefahren. Das habe dann leider so gut gehalten, dass Reste der Markierungen trotz aller Bemühungen mit dem Spachtel bis heute in Bruchsal zu besichtigen seien.

Nicht ohne Erdbeeren!

Die Erdbeeren kamen erst 2000 hinzu. Man hätte eigentlich gleich auf die Idee kommen können, beide Kulturen zusammen in einer Fachmesse zu behandeln, erklärte Wolfgang Böser. Obwohl von der Art her und im Geschmack vollkommen unterschiedlich, haben doch beide den gleichen typischen Saisoncharakter und damit auch ähnliche Problematiken beim Anbau. Zugleich ist dies für eine Veranstaltung dieser Art natürlich ein großer Vorteil und gehört auch ein wenig zum Erfolgsgeheimnis der ExpoSE: Die Fachwelt muss nur einmal anreisen und kann zwei Termine auf einmal erledigen.

"Raumschiff Enterprise"

2002 folgte dann der Wechsel in eine ganz neue Welt, als in Karlsruhe eine neue Messe gebaut wurde. Der Umzug war eine gewagte Entscheidung, denn zu diesem Zeitpunkt war die heutige dm-arena noch eine Baustelle. Auch wenn manche das Flair der Anfangsjahre vermissten, habe sich der Schritt doch voll bewährt, meinte Rolf Meinhardt. Ohne die moderne Messetechnik und vor allem einen stabilen Hallenboden wäre die heutige Professionalisierung nicht möglich gewesen. Im Vergleich zu den Verhältnissen vorher erschien das manchem wie „Raumschiff Enterprise“.

Internationale Aussteller aus Westeuropa waren zwar von Anfang an dabei, doch nicht aus 15 Ländern wie heute. 2008 füllte die Veranstaltung erstmals eine komplette Messehalle, seit 2010 führt sie den heutigen Namen ExpoSE und ExpoDirekt.

Seit 2002 gehört die ZG Raiffeisen zur Ausstellerfamilie

Die ZG Raiffeisen ist seit 2002 bei der Messe dabei. Zunächst fielen die Auftritte dort eher einfach aus. Heute sind die Geschäftsbereiche Technik und Pflanzliche Produktion gemeinsam mit ihrem Partner, der Schwestergenossenschaft RWZ Köln, alljährlich mit einem gutbesuchten Stand vor Ort. Zu sehen gibt es Agrartechnik, Verfrühungsfolien und Dünge- und Pflanzenschutzlösungen aller Art.

„Die ExpoSE ist für uns vor allem eine Plattform, bei der die Kunden miteinander und mit uns ins Gespräch kommen sollen“, sagt Katja Bohnert, Produktionsmanagerin Sonderkulturen. „Und als Fachmesse ist sie natürlich auch für uns eine Inspiration. Wo sonst sollen wir neue Trends und Produktideen aufnehmen, wenn nicht hier?“

Die Mutter der ExpoSE

Ganze 28 Teilnehmer der ersten Stunde waren zum Ausstellerempfang gekommen und wurden vom Verband für die langjährige Zusammenarbeit geehrt. Eine Organisatiorin erzählte, sie sei sogar schon als „Mutter der ExpoSe“ angesprochen worden. So sehr sind die Pioniere dieser Veranstaltung mit ihrer Messe in Fachkreisen gewachsen. Aus 54 Ausstellern sind 462 aus aller Welt geworden, aus rund 2.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche gute 20.000 und aus 650 Besuchern rund 5.700. Für die nächsten 20 Jahre haben die Veranstalter schon Pläne, Zukunftsthemen gibt es genug.

Impressionen von der ExpoSE 2015
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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