Sonderkulturforum 2012

Nützlinge und Hagelschutz punkten bei den Spezialkulturen

Beim traditionellen Sonderkulturforum der ZG Raiffeisen in Appenweier und Freiburg-Tiengen drehte sich erneut alles um die neuesten Trends und Entwicklungen im Wein-, Obst- und Beerenbau. In diesem Jahr standen vor allem das Trendthema Einsatz von Nützlingen sowie Möglichkeiten zum Schutz vor Hagelschäden im Vordergrund.
Eine Auswahl von Beiträgen des Sonderkulturforums 2012 zum Herunterladen finden Sie hier.


Rund 300 Fachbesucher vor allem aus dem Weinbau konnten Regionalleiter Andreas Pistel in der Schwarzwaldhalle in Appenweier und Hans-Jürgen Merchel im Tuniberghaus in Freiburg-Tiengen begrüßen. Beide Veranstaltungen widmeten sich neben Managementthemen vornehmlich der Produktionsseite.

Management

Für den Hauptvortrag in Appenweiser konnte Timo Hirrle vom Kompetenzzentrum Obstbau-Bodensee gewonnen werden. Hirrle stellte Versuchsergebnisse aus seinem Forschungsprojekt  „Betriebsmanagement im Obstbau“ vor. Es findet im Rahmen des EU-Regionalprogrammes „Interreg IV“ zur Förderung grenzüberschreitender Zusammenarbeit statt. Er identifizierte in seinem Vortrag typische „Zeitfresser“, die für die Betriebsführung zur Dauerbelastung werden können. Anhand seiner Projekterfahrungen konnte er zeigen, wie Mitarbeitermotivation und der Einsatz von Controllinginstrumenten die Wirtschaftlichkeit im Obstbau steigern können.

In Freiburg sprach Dieter Blaeß vom hiesigen Regierungspräsidium über die Herausforderungen der „Liquiditäts- und Finanzplanung im Sonderkulturbetrieb“.

Einsatz von Nützlingen

Das Südbadener Forum konnte in diesem Jahre mehrere renommierte Experten für Fachvorträge rund um das Thema Nützlinge gewinnen. Markus Hilgensloh vom Betreuungsdienst Nützlingseinsatz Baden e.V. sprach über "Nützlinge beim Anbau von Erdbeeren und Gemüse", Dr. Karl-Josef Schirra vom Dienstleistungszentren Ländlicher Raum Rheinpfalz über „Nützlinge im Wein- und Obstbau“.

Nach einer allgemeinen Einführung über Schädlinge, Nützlinge und indifferente Arten analysierte Dr. Schirra, wie effektiv der Einsatz von Nützlingen gegen Schädlinge im Weinbau sei. Er ging in seinem Vortrag auch der umstrittenen Frage nach, ob sich manche Nützlingsart nicht inzwischen eher in eine Plage verwandelt habe, wie etwa der Asiatische Marienkäfer oder der Ohrwurm. Sein Fazit lautete: Je nach Kultur und Populationsdichte kann die eingesetzte Art Nützling oder Schädling sein.

Hagelschutz

Nach den teilweise schweren Unwetterschäden in der Ortenau im Jahr 2011 war das Interesse am Thema Hagelschutz auf dem Sonderkulturforum in Appenweier verständlicherweise entsprechend groß. Mehrere Beiträge demonstrierten, wie die ZG Raiffeisen derzeit mit verschiedenen Anbietern gemeinsam an Lösungen arbeitet. Dazu gehört das Hagelschutznetz der Firma Whailex, das Kurt Wagner vorstellte. Es befindet sich zurzeit erfolgreich auf dem Weingut Männle in Durbach im Einsatz. Michael Stiefvater und Uwe Streubel von der Deutschen Hagelversicherung informierten außerdem über Möglichkeiten, wie sich Obstbauern gegen Unwetterschäden absichern können.

Obstbau

Einen Ausblick auf die "Anbauentwicklungen von Strauchbeeren" in Süddeutschland gab Wolfgang Jäger von der privaten Obstbauberatung Bodensee. Daran schloss der Vortrag von Hans-Dieter Beuschlein von der amtlichen Beratung beim Landratsamt Ortenaukreis in Offenburg an. Er sprach über die immer weiter um sich greifende "Schildlausproblematik im Strauchbeerenbau" und gab Tipps für deren Bekämpfung. Sein Kollege Matthias Bernhart, ebenfalls vom Landratsamt Ortenaukreis, zeigte aktuelle Versuchsergebnisse zum Thema "Zwetschgenausdünnung mittels Ammoniumthiosulfat (ATS)".

Dr. Matthias Petgen vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Neustadt informierte in seinem Vortrag über das Problem "Essigfäule im Weinbau". Sein Fazit lautete, dass vorausschauende Arbeitsweisen wesentlich zur Gesunderhaltung der Trauben beitragen können.

Weinbauversuche 

Patrick Muckensturm stellte in Freiburg die Ergebnisse der traditionellen ZG Raiffeisen-Weinbauversuche vor. Getestet worden war unter anderem eine Lockerung der Traubenstruktur mittels Eigenpräparaten zur Vorbeugung gegen Botrytis. Ergebnis: Die Trauben sind wesentlich gesünder. Die Trauben werden länger und können schneller abtrockenen, so sind sie besser vor Botrytis und Edelfäule geschützt. Anhand seiner Testergebnisse konnte Muckensturm außerdem zeigen, welche Magnesiumpräparate besonders gut gegen Stiellähme wirken.

Für Diskussionsstoff unter den Teilnehmern war dementsprechend gesorgt. Rund um die Fachvorträge konnten an rund 40 Informationsständen die von namhaften Anbietern Produkte für Pflanzenschutz, Düngemittel und Betriebsmittel in Wein- und Obstbau erlebt werden. Der besondere Dank der Veranstalter gilt den Tienger Landfrauen und den Schülern der 10. Klasse der Schwarzwaldschule Appenweier, die für das leibliche Wohl der Gäste sorgten.

Beiträge zum Herunterladen

Eine Auswahl von Beiträgen des Sonderkulturforums können Sie hier als PDF-Datei herunterladen. Weitere Beiträge sind auf Anfrage erhältlich bei Christian Hurst, ZG Raiffeisen Agrar-Niederlassung Freiburg.

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