Agrartage Rheinhessen in Nieder-Olm

Kenner unter sich: Zu den Besuchern am ZG Raiffeisen-Stand gehörte auch Weinprinzessin Laura Kreßmann aus Dettelbach (Foto: ZG Raiffeisen)
Viel los: Beratung nonstop am ZG Raiffeisen-Stand in Nieder-Olm (Foto: ZG Raiffeisen)
Viel los: Beratung nonstop am ZG Raiffeisen-Stand in Nieder-Olm (Foto: ZG Raiffeisen)
Viel los: Beratung nonstop am ZG Raiffeisen-Stand in Nieder-Olm (Foto: ZG Raiffeisen)

Wir haben noch immer den Plan: Weinbauempfehlung 2016 in Nieder-Olm vorgestellt

Auf den 67. Agrartagen Rheinhessen haben die beiden Hauptgenossenschaften ZG Raiffeisen Karlsruhe und RWZ Köln wieder ihre traditionellen Weinbauempfehlungen für Winzer in Baden, Südpfalz, Mosel und Rheinhessen vorgestellt. Auf der führenden Praktikermesse für Wein- und Obstbau im pfälzischen Nieder-Olm erwarteten die Veranstalter vom 20. bis 22. Januar 2016 wieder rund 15.000 Fachbesucher.

Rund 250 Weinbauempfehlungen wurden an den drei Messetagen am ZG Raiffeisen-Stand im gemeinsamen Messezelt ausgegeben. Sie besteht aus einem Anwendungskalender für Düngung und Pflanzenschutz, eine Übersicht über die Wirkstoffklassen und Dokumentationshilfen für die umfangreichen Nachweisanforderungen.

Der Kalender enthält Anwendungsempfehlungen der Weinbauexperten, wann die Winzer welche Pflanzenschutzmittel einsetzen sollten, um ihre Trauben gegen die häufigsten Rebpilzerkrankungen zu schützen. Der Kalender kann herausgetrennt und im Posterformat aufgehängt werden. Alle dort aufgeführten zugelassenen Mittel werden bei der ZG Raiffeisen unabhängig getestet.

Unsere Weinbauempfehlung 2016 mit Anwendungskalender für Pflanzenschutz, Düngung und Dokumentation. Den Plan gibt es kostenlos bei Ihrer nächsten ZG Raiffeisen Agrar-Niederlassung. Mehr über unsere Weinbau-Großversuche lesen Sie hier.

Für eine effektive Botrytis-Bekämpfung empfehlen wir unser Netz- und Haftmittel ZG OptiKat. Es verfließt sofort, tropft aber nicht ab. Dank gebrochener Oberflächenspannung wird das Blatt vollständig bedeckt.

Wie schon in den Jahren zuvor sind in die Empfehlung die Ergebnisse und Erfahrungen aus den vier Fungizid-Großversuchen eingeflossen, die die beiden Schwestergenossenschaften in den großen deutschen Weinbauregionen Baden, Südpfalz, Mosel und Rheinhessen betreiben. Die Weinbauexperten aus Köln und Karlsruhe können erneut zufrieden sein, denn 2015 lagen sie mit ihren Anwendungstipps wieder einmal ziemlich gut.

Wirkungsgrade und Wirkstoffe

"2015 hatten wir einen Wirkungsgrad von fast 100 Prozent beim Pflanzenschutz", sagt Katja Bohnert, die den Großversuch der ZG Raiffeisen auf dem Aspichhof bei Ottersweier betreut. In der Empfehlung für die kommende Saison hat sie vor allem die Reihenfolge der empfohlenen Mittel und Wirkstoffe variiert, für ein gutes Resistenzmanagement. Denn wenn die gleichen Substanzen zu häufig und zu regelmäßig eingesetzt werden, besteht die Gefahr, dass sich Schädlinge und Pilzerreger daran gewöhnen und Resistenzen (Unempfindlichkeiten) gegen die Mittel entwickeln. Unverbrauchte Wirkstoffe gehören daher zu den wichtigsten Waffen der Winzer.

Manche mögen's heiß

Paradoxerweise hat es das extreme Klima den Winzern diesmal einfcah gemacht. Im zweitwärmsten Jahr seit Beginn der amtlichen Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881 hatten die Winzer beim Pflanzenschutz überwiegend eine vergleichsweise leichte Saison. Während andere Kulturen unter Temperaturen von bis zu 40 Grad ächzten und langsam verdorrten, hatte die große Hitze für die Winzer noch am ehesten Vorteile. Der Rebpilz Peronospora (Falscher Mehltau), der sich bevorzugt bei Nässe und Kälte ausbreitet, hatte in diesem Jahr keine Chance.

Auch den meisten Schädlingen war es zu heiß. Die berüchtigte Kirschessigfliege, 2014 noch die mit Abstand größte Plage für Wein- und Obstbauern in der Region, blieb weitgehend unsichtbar. Die Tiere vermehren sich bevorzugt bei Temparaturen zwischen 18 und 25 Grad, die in dieser Saison zumeist weit überschritten wurden.

Entsprechend hoch war dagegen der Infektionsdruck bei Oidium (Echter Mehltau), der sich bei Wärme am wohlsten fühlt. Weitere Rebkrankheiten wie Botrytis spielten dagegen im letzten Jahr kaum eine Rolle.

In Anbetracht des bisher recht milden Winters muss damit gerechnet werden, dass Oidium-Sporen im Holz des Rebstock überwintern. Hier ist die beste Voraussetzung ein sachgerechter Rebschnitt, indem man wirklich nur gesunde Fruchtruten zurückschneidet, sagt Katja Bohnert. Der jüngste Kälteeinbruch hat im Januar 2016 dann immerhin doch noch den erhofften Eiswein gebracht.

Messeneuheiten

Zu den am meisten beachteten Messeneuheiten zählte das gerade erst zugelassene Vintec. Es ist das bisher einzige Pflanzenschutzmittel gegen die rätselhafte Rebkrankheit ESCA, eine Art Sammelinfektion aus verschiedenen Pilzerregern, die sich untereinander abwechseln und sich durch die Leitbahnen des Rebstocks fressen. ESCA-Infektionen erfolgen vor allem durch Schnittwunden in der Rebe. Vintec verschließt solche Wunden und kann dabei auch gesprizt werden.

Stark im Kommen sind auch Softwarelösungen für Smart-Anwendungen, die darauf abzielen, dem Winzer parallel zu techischen Anwendungen Dokumentation und Buchhaltung weitestmöglich zu erleichtern oder abzunehmen.

Die Weinbauempfehlung 2016 erhalten Sie bei Ihrer nächsten ZG Raiffeisen Agrar-Niederlassung. Wir beraten Sie gerne.

Impressionen von den Agrartagen Rheinhessen 2016
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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