Regionale Schweinemast

Regional produziertes Futter kann in der Schweinemast die gleichen Ergebnisse erzielen (Foto: Ralf Peter)

Wenn's um die Wurst geht, möchte man auch wissen, wo sie herkommt

Ist eine regionale Erzeugung bei Lebensmitteln wirklich möglich? Das Raiffeisen-Kraftfutterwerk Kehl (RKW) hat das mit der Landesanstalt für Schweinezucht (LSZ) Boxberg im Praxisversuch getestet, bei einem der sensibelsten Produkte überhaupt: Fleisch und Wurstwaren.

Viele Endverbraucher möchten wissen, wo ihre Lebensmittel herkommen und wie sie produziert werden. Gerade beim Fleisch und bei den Wurstwaren ist es wichtig zu wissen, wie die Haltung und Fütterung beim Landwirt und später die Verarbeitung zum Lebensmittel aussieht. Während vielerorts ohne Rücksicht auf die Herkunft gentechnisch veränderte Futtermittel zum Einsatz kommen, steht beim RKW Kehl die Gentechnikfreiheit an oberster Stelle und die nachhaltige Produktion der Futtermittelrohstoffe gilt als ein sehr wichtiges Kriterium.

Rohstoffe aus regionalem Anbau

Vor diesem Hintergrund hat das RKW Kehl ein neues Schweinemast-REGIO-Sortiment in sein Angebot aufgenommen. Es wird garantiert ausschließlich mit Rohstoffen produziert, die vom Verband Lebensmittel ohne Gentechnik e.V. (VLOG) zertifiziert und somit als gentechnikfrei zu bezeichnen sind. Damit ist sichergestellt, dass sämtliche Rohstoffe in der näheren Umgebung angebaut werden, also unmittelbar in den Regionen Baden-Württembergs oder angrenzender Bundesländer. So weiß der Verbraucher auch immer, woher die Wurst kommt, die er oder sie auf dem Teller hat.

Seit 2010 ist der Leguminosenanbau in der Region allmählich wieder salonfähig geworden. Große Teile der im RKW-Futter verwendeten Sojabohnen, Erbsen und Ackerbohnen stammen aus dem Rhein-, dem Neckar- oder dem Taubertal. Ergänzt wird dies durch Rohstoffe aus anderen europäischen Herkünften.

Getestet im Praxisversuch

In Zusammenarbeit mit der Landesanstalt für Schweinezucht (LSZ) Boxberg hat das RKW Kehl dazu einen Praxisversuch durchgeführt. Das Ziel war, die Fütterung mit herkömmlichen Getreide/Soja mit einer Ration zu vergleichen, bei der neben dem Getreide der Sojaanteil durch eine vollwertige Mischung aus verschiedenen Rohstoffen regionaler Herkunft ersetzt wird, und anschließend die Tierleistungen zu überprüfen.

So wurden im vergangenen Winter je 100 Tiere mit der klassischen Ration Getreide/Soja und im Vergleich dazu mit dem REGIO-Ergänzungsfutter plus Getreide gemästet. Die Ergebnisse zeigen, dass es möglich ist, gleiche Fleisch- und Fettleistungen zu erzielen. Damit können Mastbetriebe ihre Tiere garantiert regional aufziehen und vermarkten.

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