Unser Jubiläumsfest

(Fotos: RKW Kehl)

Höhen und Tierfen aus 50 Jahren RKW Kehl

Rund 5.000 Besucher kamen trotz wechselhaften Wetters zum Jubiläumsfest am 14. und 15. September 2013 nach Kehl, um mit dem Raiffeisen Kraftfutterwerk Kehl (RKW) Geburtstag zu feiern. Mit der Einweihung des ersten eigenen Futtermittelwerkes am 27. Mai 1963 begann für die Muttergesellschaft ZG Raiffeisen vor 50 Jahren die Ära der modernen Mischfutterproduktion in Baden.

Zu den ersten Gratulanten gehörten Dr. Ewald Glaser, Vorstandsvorsitzender der Muttergesellschaft ZG Raiffeisen eG aus Karlsruhe, sowie der Kehler Hafendirektor Dr. Karlheinz Hillenbrand. Beide würdigten in ihren Ansprachen die Leistungen von Unternehmen und Belegschaft in einem halben Jahrhundert und übermittelten die besten Wünsche für kommende Herausforderungen.

RKW-Geschäftsführer Bernhard Stoll dankte in seiner Festansprache Kunden und Partnern für ihre langjährige Treue und ganz besonders seinen Mitarbeitern für ihren großen persönlichen Einsatz. Stoll, der das Werk seit 1994 leitet, gab einen Rückblick auf 50 Jahre Futtermittelgeschäft in Baden und erinnerte an die Anfänge der modernen, industriellen Mischfutterproduktion. Das eigene Futtermittelwerk sei die konsequente Antwort der Genossenschaft auf einen steigenden Bedarf in einem nichtsdestoweniger schwierigen Geschäft gewesen.

Höhen und Tiefen

„1963, da herrschte in der Tierhaltung noch Goldgräberstimmung“, sagte Stoll. „Die Zahl der Tiere stieg an, Betriebe wuchsen, der Absatz florierte.“ Der entscheidende Schritt zur Professionalisierung der Branche sei dann der baldige Umstieg von Sackware auf Loselogistik gewesen. Gebaut wurde das RKW Kehl ursprünglich für eine Produktionskapazität von 30.000 Tonnen Mischfutter. Heute erfasst das RKW Kehl 150.000 Tonnen Getreide und Mais und produziert 100.000 Tonnen Mischfutter im Jahr. Profitiert habe das Werk dabei von Anfang an vor allem von dem Standort im Kehler Hafen, den die Gründer „mit Weitblick“ gewählt hätten, am Schnittpunkt von Schiene, Straße und Wasser.

Doch kann es in einem halben Jahrhundert natürlich nicht nur Höhepunkte geben. Das RKW Kehl habe viele Höhen, aber auch nicht wenige Tiefen erlebt, von denen manchen existenzbedrohend gewesen seien, meinte Stoll. Das gelte insbesondere für die strukturellen Krisen der Landwirtschaft und dementsprechend auch des Futtermittelgeschäftes. „Dunkle, schwere Zeiten waren das in den 1980er Jahren“, erinnerte sich Stoll. Mit viel Einsatz und auch mit etwas Glück habe man immer wieder Wege aus der Krise gefunden.

Markenzeichen gesetzt

Dass letztendlich der Erfolg überwogen hat, führte Stoll vor allem darauf zurück, das das RKW Kehl immer wieder Markenzeichen gesetzt habe, mit denen es sich von anderen Wettbewerbern abheben und seine Position am Markt weiter ausbauen konnte. Dies habe Mut und viel Kraft erfordert, aber sich letztlich immer wieder ausgezahlt. Stoll nannte vor allem die bewusste Entscheidung gegen den Einsatz von Gentechnik und für eine möglichst regionale Produktion, den Einstieg in das Heimtiernahrungsgeschäft und zuletzt in das Bio-Segment mit der Gründung des Ökofutterwerkes 2011. Grundlage dafür sei die frühe Entscheidung der Werksgründer für die Investition in eigene Erfassungs- und Trocknungskapazitäten gewesen. Außerdem habe sich ausgezahlt, dass man von Beginn an eine Philosophie verfolgt habe, für die Landwirte der Region Abnehmer und Anbieter zugleich zu sein. So habe sich das RKW Kehl zur festen Größe in einem regionalen Produktionskreislauf entwickeln können, der heute für die Landwirtschaft in der Region neue Chancen biete.

Drahtseilakte gehör(t)en dazu

Die Höhen und Tiefen aus der Werksgeschichte fanden sich symbolisch auch im Festprogramm wieder. Den spektakulären Höhepunkt der Feierlichkeiten bildete eine Abseilaktion, bei der sich mutige Gäste unter Anleitung von professionellen Kletterern am 55 Meter hohen Siloturm des RKW Kehl herunterlassen konnten. Rund 40 beherzte Besucher ließen sich dieses Erlebnis nicht entgehen. Weitaus mehr Interessenten fanden sich für die insgesamt vier Führungen durch den Betrieb im Mischfutter- und Ökofutterwerk, in der Heimtiernahrung und im Silobetrieb, die die Mitarbeiter das ganze Wochenende über anboten. Am Sonntag war der Andrang so groß, dass die Führungen im Viertelstundentakt statt wie geplant alle 30 Minuten starteten.

Drumherum bot das Festprogramm jede Menge Musik und Tanz, regionalen Köstlichkeiten sowie jeder Menge Unterhaltung für große und kleine Gäste.

Die Meilensteine aus der Geschichte des RKW Kehl finden Sie auf unserer Jubiläumsseite und in unserem Jubiläumsflyer.

Impressionen vom Jubiläumsfest
 
 
 
 
 
 
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Unser Futter ist nach Naturland-Richtlinien zertifiziert. Naturland und Bioland erkennen ihre Zertifikate gegenseitig an

Bioland-Zertifikat für die nachhaltige Produktion von Ökofutter im neuen Ökofutterwerk des RKW Kehl

Unser Futter ist nach Biokreis zertifiziert.