Natürlich auch ökologisch

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Aus der Region für die Region

Seit Einführung der grünen Gentechnik hat sich das Raiffeisen-Kraftfutterwerk Kehl (RKW) als Produzent von ausschließlich gentechnikfreien Tierfutter einen Namen gemacht. Mit der Verleihung des Bioland-Zertifikates geht das Kehler Unternehmen nun den konsequenten nächsten Schritt hin zum Ökofutter.

Waren Futtermittelproduktion ohne Fütterungsantibiotika und Gentechnikfreiheit für das RKW Kehl schon lange selbstverständlich, kann es nun seine Produkte auch in ökologischer Qualität anbieten. Dabei kommt dem Unternehmen seine über Jahrzehnte gewachsene Verwurzelung in der Region Baden als Erfasser und Verarbeiter von regional angebauten Rohstoffen zugute.

Bio bedeutet nicht automatisch nachhaltig

Bioprodukte erfreuen sich hierzulande zunehmender Beliebtheit, besonders in Süddeutschland. Doch nicht immer sind Bioprodukte auch automatisch nachhaltig produziert, wenn die Zutaten vom Anbieter dafür mitunter tausende von Kilometern herantransportiert werden müssen.

Dagegen setzt das RKW Kehl ganz bewusst darauf, die Rohstoffe für sein Qualitätsfutter weitestmöglich aus den nahe gelegenen Anbauregionen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz zu beziehen, auch wenn dies nicht immer die einfachste Lösung ist. „Regionalität ist für uns eben nicht irgendein Slogan, sondern unsere Philosophie“, sagt Bernhard Stoll, Geschäftsführer des RKW Kehl. „Das RKW hatte von Beginn an den Anspruch, für die Landwirtschaft der Region nicht nur Anbieter von Futtermitteln zu sein, sondern auch Abnehmer ihrer Erzeugnisse.“

Glaubwürdigkeit kommt nicht von ungefähr

Mit Bedacht wählten seine Erbauer in den 1960er Jahren für das neue RKW daher einen Standort nicht nur mitten im Getreide- und Maisanbaugebiet, sondern eben auch mitten im Verbrauchsgebiet. So produziert die Region für die Region.

Diese Philosophie zahlt sich nun aus. Dank der zentralen Lage und durch den konsequenten Verzicht auf den Einsatz von Gentechnisch Veränderten Organismen (GVO) ist das RKW Kehl nicht mehr wegzudenken aus einem regionalen Kreislauf nachhaltiger Produktion. Damit ist es nahe dran ist an den Bedürfnissen der landwirtschaftlichen Betriebe in Baden. Man weiß was man hat an dem Futter aus Kehl, das aus Zutaten aus eigenen Anbau hergestellt ist.

Gentechnikfreiheit aus Überzeugung

Anfangs mag das strikte Kehler Engagement für Gentechnikfreiheit aus Überzeugung noch hier und da belächelt worden sein. Doch der Lohn für einen einmal konsequent eingeschlagenene Weg ist neben mancher Durststrecke auch Glaubwürdigkeit. Nun zeigt sich, dass ein glaubwürdiger Anbieter auch für jene Betriebe in der Region ein seriöser Partner sein kann, die den ökokologischen Anbauverbänden angehören. Denn aus gutem Grund sind gentechnisch veränderte Rohstoffe in Bioprodukten unzulässig.

Auf die Früchte dieser konsequent über Jahre verfochtenen Philosophie kann das RKW nun aufbauen. Es investierte 2011 einen siebenstelligen Betrag in den Ausbau der Anlage in Kehl und kann nun Mischfutter und Ökofutter anbieten. Beide Produktlinien werden vollständig getrennt voneinander produziert, wie es die Richtlinien des Bioland-Zertifikates verlangen. Diese Richtlinien entsprechen oder übererfüllen sogar andere vergleichbare Zertifikate im ökologischen Landbau wie Naturland oder die EG-Bio-Verordnung. Bei der Auditierung durch die Qualitätskontrolleure von Bioland erzielte das neue Ökofutterwerk aus dem Stand hundert von hundert möglichen Punkten.

Nachhaltige Produktion spart an der richtigen Stelle

Hauptwerk und Ökofutterwerk in Kehl ergänzen einander optimal. Gerade im Wareneingang kann auf ein umfassend ausgestattetes Labor zurückgegriffen werden. Im Ökofutterwerk fließen die Biorohstoffe direkt aus der Erfassung in die Dosierzellen, sofern die Laborfreigabe als Biorohstoff bei Anlieferung bereits vorliegt. Alle anderen Anlieferungen wandern in Quarantänezellen, bis sie bemustert und direkt im werkseigenen Labor beprobt worden sind. Ohne Freigabe gelangt kein Rohstoff in die Produktion.

Die Produktion wird zentral aus dem Leitstand im Ökofutterwerk gesteuert. Das System kann auf eine Auswahl von fertigen Rezeptvorlagen zurückgreifen und holt sich alle nötigen Zutaten automatisch direkt aus den jeweiligen Dosierzellen auf die Dosierwaage. Verarbeitet wird immer in Chargen von bis zwei Tonnen.

Das Ökofutterwerk produziert in Gemischtvermahlungstechnik, alle Komponenten werden vor dem Mahlvorgang zusammengeführt und dann gemeinsam vermahlen. Aufwändige Einzelvermahlungstechnik und -logistik ist daher nicht erforderlich, die dafür sonst erforderliche Energie kann an anderer Stelle eingesetzt werden. Auf dem Weg zur Mühle laufen die Zutaten außerdem durch ein Feinsieb. Alles, was bereits fein genug ist, wandert an der Mühle vorbei direkt in die Mischanlage. Auch das spart zusätzlich Energie. Bis zu 30 Prozent an Energie hilft die ausgeklügelte Technik des Ökofutterwerkes gegenüber konventioneller Produktion einzusparen.

Kurze Wege

Die fertige Mahlmischung wird anschließend 200 Sekunden lang im Hauptmischer homogenisiert und dann je nach Produkt in die entsprechenden Presszellen oder in die Melassiermaschine weitergeleitet. Vitamine und sonstige Zusätze werden von Hand zugegeben, ein Premix-System ist in Planung. Das pelletierte Futter läuft noch durch ein Kontrollsieb, freie Teile wandern automatisch zurück auf die Presse. Das fertige Produkt kann lose oder als Sackware ausgegeben werden. 15 bis 20 Tonnen pro Stunde kann das Ökofutterwerk so „just in time“ produzieren.

Das fertige Ökofutter wandert schließlich in die Verladezellen und wird auf Wunsch gegen Fracht direkt an den Kunden ausgeliefert. Erneut zahlt sich der mit Bedacht gewählte Standort am Verkehrsknotenpunkt Kehl aus, wo sich Schiene, Straße und Seeweg kreuzen. „Dadurch, dass wir nahezu ausschließlich Rohstoffe aus der Region verarbeiten, konnten wir den Umlauf unserer Transporte drastisch verringern“, sagt Stoll. „Im Vergleich zu früher verbrauchen wir heute rund 60 bis 70 Prozent weniger Kraftstoff.“ Weniger Kilometer bedeuten auch weniger Emissionen.

Das RKW Kehl bleibt nahe dran am ökologischen Landbau in Baden und ist auf dem besten Weg, zum renommierten Futtermittellieferanten für die ökologische Landwirtschaft in der Region zu werden.

Kontakt

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Unsere Bio-Zertifikate

Unser Futter ist nach Naturland-Richtlinien zertifiziert. Naturland und Bioland erkennen ihre Zertifikate gegenseitig an

Bioland-Zertifikat für die nachhaltige Produktion von Ökofutter im neuen Ökofutterwerk des RKW Kehl

Unser Futter ist nach Biokreis zertifiziert.