Junifruchtfall

Apfelbaumzweig
Zu starker Fruchtbehang muss ausgedünnt werden (Fotolia)

Fruchtausdünnung – Aus weniger mehr machen.

Mitte bis Ende Juni verlieren viele Apfel- und Birnbäume einen Teil ihrer Früchte. Ursache hierfür ist weder ein Schädling noch eine Krankheit der Obstbäume. Vielmehr handelt es sich um eine natürliche Reaktion der Bäume auf einen Fruchtüberhang. Um die Qualität der Obsternte zu steigern sollte man jetzt diesem natürlichen Prozess nachhelfen und den Fruchtbehang der Bäume ausdünnen.

Verursacht wird der natürliche Fruchtfall durch den Stoffwechsel des Baumes. Ein ausreichend befruchteter Apfel bildet Wachstumsregulatoren und Pflanzenhormone, die den Baum auffordern, die Früchte mit allem für die Entwicklung Notwendigen wie Zucker, Nährstoffe und Wasser zu versorgen. Früchte, die im Frühjahr nicht genügend befruchtet wurden, können diese Hormone und Regulatoren hingegen nicht oder nur in geringem Maße bilden. Sie erhalten daher zu wenig Nährstoffe und fallen zu Boden.

Auf die Sorte kommt es an

Wie stark der natürliche Fruchtfall im Frühsommer ausfällt, hängt neben der Blühintensität und der Befruchtungsverhältnisse auch von der Apfelsorte ab. So sind zum Beispiel Sorten wie Elstar und Jonagold dafür bekannt, dass sie beim Junifall sehr stark Jungfrüchte abwerfen, während andere Sorten wie Boskoop oder Rubinette eher zu sparsam damit umgehen. Vor allem bei diesen muss nach dem natürlichen Fruchtfall nachgeholfen werden. Hierbei sind die Fruchtstände soweit auszudünnen, dass zwischen den einzelnen Äpfeln ein Abstand von ungefähr einer Handbreit entsteht. Generell sollten pro Fruchtstand nicht mehr als zwei bis drei Früchte am Baum verbleiben. Um eine gute Qualität ernten zu können, sollte der Gesamtfruchtbehang pro Baum bei einer Höhe von 2 Meter nicht über 150 liegen.

Für eine gute Ernte in diesem und im nächsten Jahr

Mit der gezielten Ausdünnung, bei der alle beschädigten und zu kleinen Früchte vom Baum genommen werden, lässt sich zum einen die Qualität der zu erntenden Früchte merklich verbessern. Da die am Baum verbliebenen Früchte besser mit Nährstoffen versorgt werden können, werden diese deutlich größer und können ihr sortentypisches Aroma voll ausbilden. Zum anderen bleibt dem Baum durch die Fruchtausdünnung genügend Kraft zur Ausbildung von jungem Fruchtholz, an welchem er im darauf folgenden Jahr neue Blütenknospen bildet bzw. Früchte ansetzt. Sie dient somit nicht nur der Ertragssteigerung in diesem, sondern auch im nächsten Jahr.

Äpfel mit Birnen vergleichen

Der Junifruchtfall tritt nicht nur bei Äpfeln, sondern auch bei Birnen, Aprikosen und Pfirsichen auf. Auch bei diesen Früchten sollte daher der natürliche Prozess unterstützt werden. Als Faustregel gilt hier, dass bei Birnen ebenso wie bei Äpfeln etwa eine Handbreit Abstand zwischen den einzelnen Früchten sein sollte. Bei Aprikosen sollte der Abstand circa drei Finger breit sein. Bei Pfirsichen und Nektarinen ist ein faustbreiter Abstand zwischen den Früchten erforderlich, damit sich diese später nicht gegenseitig abdrücken.

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