Schnecken im Garten

Schnecken im Salat
Zarten Salat lieben Schnecken ganz besonders (Bild: Thinkstockphoto)

Dem Schleimer auf der Spur

Schnecken sind die gefräßigsten Schädlinge im Garten und daher des Kleingärtners größter Feind. Im wahrsten Sinne des Wortes über Nacht können sie die gesamte Ernte vernichten und machen auch vor der geliebten Blumenpracht nicht halt. Hier lesen Sie, wie Sie den gefräßigen Schleimern im Garten beikommen können.

Verantwortlich für die erheblichen Schäden sind nahezu ausschließlich Nacktschnecken und hier vor allem die Spanische Wegschnecke (Arion lusitanicus). Diese wurde Ender der 6190er Jahre mit Gemüseimporten aus Spanien eingeschleppt und verbreitet sich seither invasiv in deutschen Gärten. Auf Grund ihrer Herkunft ist sie gut gegen Austrocknung und Lichteinfluss geschützt. Außerdem wird sie von natürlichen Feinden wegen ihres bitteren Geschmacks und ihrer starken Schleimbildung weitgehend verschmäht.

Dem höchst mobilen Schädling ist daher nur mit einer Kombination aus vorbeugenden Maßnahmen sowie unmittelbaren Bekämpfungsmaßnahmen beizukommen. Darüber hinaus kann man mit einem naturnahen Garten dessen natürlichen Feinde zu Verbündeten machen.

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Vorbeugende Maßnahmen

Zu den vorbeugenden Maßnahmen zählt in erster Linie die intensive Bodenbearbeitung im Garten. So können bereits im Spätjahr beim Umgraben Schnecken-Eigelege abgesammelt werden.

Immer locker bleiben

Nach den ersten Frösten empfiehlt es sich dann die brachliegenden Beete mit einem Grubber durchzuarbeiten. Dabei an die Oberfläche tretende Schneckeneier werden der rauen Witterung ausgesetzt und trocknen ein bzw. werden von natürlichen Feinden wie Vögeln gefressen. Außerdem bietet ein auf diese Weise bearbeiteter Boden kaum Spalten und Risse in die sich die Schädlinge zurückziehen können. Um solche zu vermeiden sollte verschlämmter Boden insbesondere nach starken Regengüssen aufgelockert werden.

Generell gilt, dass feinkörniger, lockerer Boden Schnecken weniger behagt und jede Bodenbearbeitung deren Aktivität reduziert.

Natürliche Appetittverderber

Ist der Boden auf diese Weise vorbereitet, lässt sich der Befallsdruck durch die gezielte Auswahl bzw. Kombination der Pflanzen im Beet weiter reduzieren. So gibt es Pflanzen, die Schnecken überhaupt nicht mögen. Zu ihnen gehören u.a. Kapuzinerkresse, Nelken und alle Laucharten. Sie halten den Schädling somit auf natürliche Weise fern.

Andere Pflanzen sind für Schnecken wahre Delikatessen. Zu ihnen zählen u.a. Erdbeeren, Kopfsalat und Tagetes. Um diese vor Schneckenfraß zu schützen sollten sie eher nicht in unmittelbarer Nachbarschaft von Wiesenland und Gebüschen angepflanzt werden.

Schneckenresistente Pflanzen im Überblick

Deutsche Bezeichnung Lateinische Bezeichnung
Akelei Aquilegia caerulea
Alpenaster Aster alpinus
Alpenveilchen Cyclamen
Anemonen Anemone coronaria
Ballonblume Platycodon grandiflora
Bambus Fargesia, Phyllostachys
Bartfaden Penstemon-Hybriden
Christrose Helleborus niger
Currykraut Helichrysum petiolare
Dachwurz Semper tectorum
Duftsteinrich Lobularia maritima
Eberraute Artemisia abrotanum
Ehrenpreis Veronica-Arten
Eisenkraut Verbena hybrida
Farne Adiantum, Athrium, Polystichum
Federmohn Macleya corduta
Federnelke Dianthus pulmarius
Felberich Lysimachia
Fenchel Foeniculum vulgare
Fetthenne Sedum spurium
Fleisiges Lieschen Imatiens walleriana
Frauenmantel Alchemilla mollis
Gartennelke alle Dianthus
Gamander Teucirium chamaedrys
Gedenkemein Omphalodes verna
Geranie Pelargonium
Golderdbeere Waldsteinia
Goldrute Soidago canadensis
Hauswurz Sempervivum
Heiligenkraut Santolina chamaecyparyssus
Immergrün Vinca minor
Johanniskraut Hypericum
Kapuzinerkresse Tropaeolum majus,
Katzenpfötchen Anaphalis triplinervis
Kissenaster Aster dumosus
Knöterich Persicaria
Kreuzkraut Ligularia przewalski
Lavendel Lavendula
Laucharten Allium
Lobelia, Männertreu Lobelia syphilitica, Lobelia Hybriden
Löwenmaul Antirrhinum
Mitttagsgold Gazania-Hybriden
Mutterkraut Chrysanthemum parthenium
Nachtkerze Oenothera
Nelke Dianthus
Papierblume Xeranthemum annuum
Pfingstrose Paeonia
Phlox, Flammenblume, Herbstflieder Phlox
Portulakröschen Portulaca rosea
Prachtspiere Astilbe
Rose Rosa
Schmuckkörbchen Cosmea bipinnatus
Sonnenflügel Helipterum roseum
Springkraut Impatiens glandulifera
Storchschnabel Geranium
Schafgarbe Achillea
Schleierkraut Gypsophila
Spornblume Centranthus ruber
Steinbrech Saxifraga
Thymian Thymus
Wicken Lathyrus odoratus
Zwergmageriten Chrysanthemum paludosum

Schneckenanfällige Pflanzen im Überblick

Deutsche Bezeichnung Lateinische Bezeichnung
Basilikum Ocimum
Bohne Phaseolus
Dahlie Dalia
Diptam Dictamnus
Funkie Hosta
Gänsekresse Arabis caucasica
Glockenblume Campanula
Herbstanemone Anemone
Kohl Brassica
Kopfsalat Lactuca
Kreuzkraut Ligularia
Lilie Lillium
Lupinen Lupinus
Ochsenzunge Anchusa italica
Petunie Petunia
Primel Primula
Rittersporn Delphinium
Sonnenblume Helianthus
Stockmalve Alcea
Tagetes, Studentenblume Tagetes
Winteraster Dendrantherma
Zinnie Zinnia

Die „Schneckenanfälligkeit“ dieser Pflanzen lässt sich aber auch als Köderpflanzen nutzen, indem man sie zwischen die Gemüsekulturen setzt.

Durchgang verboten

Eine weitere wirkungsvolle, aber teure Möglichkeit den gefräßigen Schädling von den Pflanzen fernzuhalten sind Schneckenzäune aus Kunststoff oder Metall. Werden diese ausreichend tief in die Erde eingegraben, stellen die rund 10 cm hohen Barrieren ein für Schnecken nahezu unüberwindbares Hindernis dar.

Kostengünstiger lässt sich der Effekt durch Streusperren aus Asche, Branntkalk, Sägemehl oder feinen Holzspänen erzielen. Diese müssen allerdings mindestens 30 cm breit sein und vor allem nach starken Regengüssen erneuert werden.

Gießen in Maßen

Da Schnecken Feuchtigkeit lieben, gilt es auch beim Gießen einiges zu beachten. So sollte die Wassergabe vom Abend in die frühen Morgenstundenstunden verlegt werden. Auf diese Weise lässt sich vermieden werden, dass die nachtaktiven Schnecken den feuchten Gartenboden für ihre Raubzüge nutzen. Außerdem ist darauf zu achten, dass die Wassergabe direkt zur Pflanze erfolgt. Wenige, aber dafür großzügige Wassergaben sind besser als viele kleine.

Bekämpfungsmaßnahmen

Wie bereits erwähnt, reichen die präventiven Maßnahmen nur in den seltensten Fällen aus, um den Garten schneckenfrei zu halten. Vor allem nach milden Wintern und bei feuchter Witterung sind zusätzliche Bekämpfungsmaßnahmen erforderlich.

Nächtliche Streifzüge

Zu den wirksamsten, aber auch mühseligsten Bekämpfungsmaßnahmen zählt das Absammeln der Schnecken. Die beste Zeit hierfür ist zur Abenddämmerung, wenn sich die Schädlinge aus ihren Verstecken auf ihre nächtlichen Beutezüge machen. Um den Fangerfolg zu erhöhen können zusätzlich Bretter oder feuchte Leinensäcke mit Ködermitteln wie Weizenkleie, Küchenabfälle oder Hundebiskuites zwischen die Beete ausgelegt werden. Die darunter sitzenden Schnecken können dann einfach abgesammelt und getötet werden.

Vorsicht Falle

Eine weitere Möglichkeit Schnecken im Garten bekämpfen sind Bierfallen. Hierzu werden leere Joghurtbecher in die Beete eingegraben und mit Bier gefüllt. Die durch den Biergeruch angelockten Schnecken kriechen in die Becher und ertrinken im Bier. Da der Biergeruch Schnecken auch aus größerer Entfernung anlockt, empfiehlt sich diese Methode der Schneckenbekämpfung v.a. in Kombination mit einem Schneckenzaun. Ein solcher verhindert die weitere Zuwanderung des Schädlings ins Beet, die bereits darin enthaltenen werden auf einfache und effektive Art ausgerottet.

Ohne Chemie

Eine relativ teure, aber für kleine Flächen einfache und umweltschonende Art der Schneckenbekämpfung ist der Einsatz von parasitären Nematoden. Die kleinen Fadenwürmer werden mit einer Spritze gesetzt oder mit einer Gießkanne gegossen. Sie dringen dann in die Schnecken ein und töten diese durch die Abgabe giftiger Bakterien.

Wenn alles nicht hilft

Die wirkungsvollste Methode der Schneckenbekämpfung ist der Einsatz von Schneckenkorn. Es basiert im Wesentlichen auf den beiden Wirkstoffen Metaldehyd und Eisen-III-Phosphat. Schneckenkorn mit dem Wirkstoff Metaldehyd wirkt auch bei kühlerem Wetter. Außerdem ist es regen-, schimmel- und witterungsfest und somit äußerst wirtschaftlich. Schneckenkorn auf Basis von Eisen-III-Phosphat ist auch für den ökologischen Landbau zugelassen. Sein Wirkstoff kommt in geringeren Konzentrationen auch im natürlichen Boden vor. Es ist daher sowohl für Nützlinge wie auch Heimtiere vollkommen unbedenklich.

Generell ist beim Einsatz von Schneckenkorn, wie bei allen Pflanzenschutzmitteln zu beachten, dass dieses sachgerecht nach den Vorgaben, wie auf der Verpackung abgedruckt, angewendet wird. Beim Ausbringen ist darauf zu achten, dass nur um die Pflanzen herum nicht über die Pflanzen gestreut wird. Die vorgegebene Aufwandmenge ist einzuhalten. Nach Ausbringung ist darauf zu achten, dass weder Kinder noch Haustiere mit dem Produkt direkt in Kontakt kommen.

Natürliche Feinde

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Zu den natürlichen Feinden von Schnecken zählen Igel, Blindschleichen, Kröten, Vögel, räuberische Käfer, Maulwürfe und Spitzmäuse. Durch die naturnahe Gartengestaltung mit Laubhaufen, Hecken und wildwachsenden Blumen kann man sich diese im Kampf gegen den gefräßigen Schädling zu Verbündeten machen.

Auch für Hühner und Laufenten zählen Schnecken zu den Leibspeisen. Sie dezimieren daher den Schneckenbestand im Garten sicher und zuverlässig. Allerdings sollte man sich vor der Anschaffung der Tiere über die Vereinbarkeit zwischen Gartennutzung und Tierhaltung informieren.

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