Messen und Events

Übergabe des Fendt Vario 210 S an Florian Sander (5.v.r.) und sein Team (Fotos: Jens Kreutzfeldt/ZG Raiffeisen Technik)

ZG Raiffeisen unterstützt das deutsche Team bei der Weltmeisterschaft im Wettkampfpflügen

Florian Sander, Deutscher Meister im Beetpflügen von 2016, startet bei der Weltmeisterschaft im Leistungspflügen am 1. und 2. September 2018 im baden-württembergischen Einsiedel mit Fendt-Technik von der ZG Raiffeisen Technik GmbH. Zusätzlich unterstützt das Mutterunternehmen ZG Raiffeisen die Weltmeisterschaft der World Ploughing Organization (WPO) 2018 in Einsiedel als Bronze-Partner.

Der 28-jährige Elektroningenieur aus dem niedersächsischen Bötersen wurde 2016 in Sierhagen Deutscher Meister und ist damit einer von zwei deutschen Startern, die bei der WM antreten. Qualifiziert sind jeweils die nationalen Sieger aus den Disziplinen Beetpflügen und Drehpflügen.

Erstmals seit 20 Jahren wird die Weltmeisterschaft im Leistungspflügen wieder in Deutschland ausgetragen. Teilnehmer aus 32 Nationen werden hier auf dem extra angelegten Wettbewerbsgelände am Gutsbetrieb der Herzöge von Württemberg ihr ganzes Können zeigen.

Alle Fotos vom Wettkampf finden Sie weiter unten auf dieser Seite


Florian Sander tritt mit einem Fendt Vario 210 S mit 100 PS und einem speziell ausgebauten Wettkampfpflug von Kverneland an. Den Traktor stellt die ZG Raiffeisen Technik GmbH, die Fendt-Traktoren in Baden exklusiv vertreibt.

„Wenn die Weltmeisterschaft schon bei uns in Baden-Württemberg stattfindet und dabei auch noch der Pflug zum Einsatz kommt, der bei uns in der Saatmaisregion Südbaden überhaupt nicht mehr wegzudenken ist, dann ist es für die ZG Raiffeisen Ehrensache, das erfolgreichste Pflug-Team Deutschlands zu unterstützen“, sagt Martin Bauknecht, Geschäftsführer der ZG Raiffeisen Technik.

Der Pflug ist eine Eigenentwicklung, die auf einem 2-Schar-Beetpflug der Traditionsmarke Kverneland basiert. Gebaut hat den Pflug Sanders Freund und Trainer Sebastian Körkel aus Bodersweier. Das Gerät verfügt über zahlreiche weiterentwickelte hydraulische und manuelle Einstellmöglichkeiten. Reine Serientechnik ist bei der Weltmeisterschaft kaum zu finden. Im Wettkampf kommt es vor allem darauf an, wie schnell und vielseitig der Pflug auf die jeweiligen Gegebenheiten vor Ort eingestellt werden kann.

Die Herausforderung

Die Teilnehmer müssen ein Feld von 20 mal 100 Metern innerhalb einer vorgegebenen Zeit pflügen – und das „so schön wie möglich“, meint Sander. Schön bedeutet hier vor allem präzise. Nicht auf Geschwindigkeit kommt es an, sondern auf Geschicklichkeit und Genauigkeit, denn bei der Bewertung zählt jeder Zentimeter. Wettkampfdisziplinen bei der WM sind Stoppel- und Graslandpflügen.

Grasland ist die „Königsdisziplin“, wie Sander respektvoll sagt, weil der Boden dann besonders anspruchsvoll zu verarbeiten ist. Für ihn ist Pflügen ein Berufswettkampf, bei dem viele Fähigkeiten in einer  professionellen Routine abgefragt werden. „Der Wettkampf ist eine ganz eigene Sache“, sagt Sander. „Das, was ich kann, muss ich hier unter jeden Bedingungen abrufen können. Ob bei Nebel oder Regen, ob auf ebenem Boden oder in Hanglage und auch dann, wenn ausgerechnet in meiner Bahn ein Stein liegt und mein Nachbar krumm fährt und nicht gerade.“

Die Vorgeschichte

In der Landwirtschaft gehört es sozusagen zum guten Ton, sich im Pflügen zu messen. Für Florian Sander ist es eher ein ausgefallenes Hobby, allerdings „ein besonders schönes, bei dem überregionale Freundschaften entstehen und der Technik keine Grenzen gesetzt sind.“

Obwohl Sander nicht Landwirt geworden ist, sondern Elektroningenieur, war er es, der 2016 den Meistertitel in die Familie holen sollte. Zum Pflügen kam er über seinen Vater, der den Familienbetrieb in Hänigsen bei Hannover bewirtschaftet. Im Alter von 16 Jahren gewann er seinen ersten Regionalentscheid, damals noch mit Sondergenehmigung, um den Führerschein schon mit 15 machen zu können.

Das Team

Bei der Vorbereitung vertraut Sander auf den Rat und die Erfahrung von Cheftrainer Hans Hörnel, der bereits zahlreiche Deutsche Meister trainiert und anschließend auch bei den Weltmeisterschaften betreut hat. Er ist seit 1985 ehrenamtlich tätig, 1994 holten seine Schützlinge erstmals den Meistertitel. Bei der Vorbereitung hilft Sander ein insgesamt sechsköpfiges Team aus Freunden und Verbandskollegen vom Deutschen Pflügerrat (DPR). Man kennt sich, die meisten von ihnen sind selbst ehemalige Deutsche Meister und WM-Teilnehmer. Bis auf die Sanders sind alle in der Ortenau zu Hause.

Neben Bruder Robert und Cheftrainer Hans Hörnel sind die Trainer Stefan Brudy und Sebastian Körkel meistens damit beschäftigt, die Technik für den Wettkampf weiter zu verfeinern und Florian Sander gute Ratschläge zu geben, die dieser (meistens) auch dankend annimmt. Thomas König kümmert sich als ortskundiges Präsidiumsmitglied im WM-Kuratorium beim DPR um das deutsche Team. Der Verband zahlt auch Mitgliedsbeiträge und Reisekosten für die deutschen Teams. Da jede WM turnusmäßig auf einem anderen Kontinent stattfindet, kann das schon mal ins Geld gehen.

Wettbewerb für die gute Praxis

Ursprünglich entstand das Leistungspflügen nach dem Zweiten Weltkrieg aus dem Gedanken heraus, den landwirtschaftlichen Nachwuchs zu einem besseren Umgang mit der Pflugtechnik anzuspornen. Denn wer gut pflügt, der gut erntet, sagt das Sprichwort, und meint, je besser die Pflugleistungen, desto besser die Ernte und desto mehr Menschen auf der Welt haben etwas zu essen.

Bis heute veranstalten landwirtschaftliche Berufsschulen in den meisten Bundesländern solche Wettkämpfe für ihre Auszubildenden, um deren Ehrgeiz zu wecken. Für die Lehrlinge soll es eine Herausforderung und eine Chance bieten zu zeigen, was sie können. Zugleich soll die Disziplin auch der Öffentlichkeit vor Augen führen, wieviel Können und Mühe in der Erzeugung des Brotes steckt, das sie täglich zu sich nimmt.

Impressionen von der Weltpflügermeisterschaft 2018
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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