Landtechnik-Auktion Iffezheim 2016

Mehr als 200 Gebrauchtmaschinen kamen in vier Stunden unter den Hammer wie dieser Fendt-Mähdrescher (Fotos: Ralf Peter/ZG Raiffeisen)

Bieten, solange die Räder rollen: Landtechnik-Auktion in Iffezheim 2016

11.55 Uhr, Iffezheim. Für Bogdan Chojedo ist es ein guter Tag. Seit wenigen Minuten ist der Landwirt aus Polen stolzer Besitzer eines kleinen Schleppers. 4.250 Euro hat er geboten für den in die Jahre gekommene Massey Ferguson mit der Positionsnummer 24  - „ein super Preis“, freut er sich. Insgesamt 208 Maschinen und Anbaugeräte kommen bei der ZG Raiffeisen Landtechnik-Auktion auf der Galopprennbahn Iffezheim unter den Hammer, am Ende sind alle verkauft.

Rund 500 Bieter sind bei der vierstündigen Veranstaltung aktiv, etwa 80 Prozent von ihnen sind via Internet live zugeschaltet. Sämtliche Versteigerungen des Auktionshauses Ritchie Bros. Auctioneers, das die Auktion der ZG Raiffeisen Technik zum zweiten Mal durchführt, sind international ausgeschrieben. Vier Milliarden Euro Umsatz jährlich macht das Unternehmen mit Sitz in Kanada mit Ge-brauchtmaschinen verschiedener Sparten. In Iffezheim stehen Agrar- und Kommunaltechnik im Mittelpunkt.

„Vom kleinen Anbaugerät bis zum großen Mähdrescher ist hier alles dabei“, erzählt Martin Bauknecht, Geschäftsführer der ZG Raiffeisen Technik. 70 Prozent der insgesamt  gut 200 Positionen kommen aus den Niederlassungen des Handels- und Dienstleistungsunternehmens und seiner Beteiligungen. Kunden haben sie beim Kauf von Neumaschinen in Zahlung gegeben. „Auf dem mittlerweile stark umkämpften Gebrauchtmaschinenmarkt ist das für uns ein guter Weg, den Bestand abzubauen“, sagt Bauknecht. Eine vergleichbare Veranstaltung gibt es in ganz Süddeutschland nicht.

Seine Mitarbeiter haben sich unter die Bieter gemischt, die Auktionsbroschüre auf den Knien, den Kugelschreiber gezückt. Die Blicke wandern hin und her zwischen den Anzeigetafeln und dem breiten  Grasstreifen unmittelbar vor der Tribüne, auf dem eine Maschine nach der anderen langsam vorgefahren wird: erst die kleineren, älteren Schlepper, dann die größeren, neueren Maschinen. Geboten werden kann, solange die Räder rollen und sich das Fahrzeug gerade noch im Blickfeld der Tribünenbesucher und Übertragungskameras befindet.

In dieser relativ knapp bemessenen Zeit gilt es: für die ZG Raiffeisen Technik, die den bestmöglichen Preis erzielen möchte; für die Schnäppchenjäger auf der Tribüne und im Internet. Denn wenn beim  Schätzpreis kein Gebot erfolgt, wird der Preis gesenkt – bis der erste die Hand hebt. Damit wechseln garantiert alle Positionen den Besitzer. „Einen gewissen Verlust muss man da einkalkulieren“, weiß Martin Bauknecht. Am Ende des Tages wird sich dieser jedoch wie bereits im vergangenen Jahr in den erwarteten Grenzen halten.

In rasendem Staccato befeuert der Auktionator im Übertragungswagen die Szene. Zwei seiner Kollegen dirigieren von kleinen Podesten aus das Bieterkonzert vor Ort, halten Blickkontakt zu den Interessenten, animieren bei jedem Gebot mit Gesten und kurzen Zwischenrufen, einen drauf zu legen. „Der Job fordert ernorm“, sagt Carsten Obrecht, Gebietsleiter von Ritchie Bros. für den Süden Deutschlands, Teile Österreichs und der Schweiz. Das hält niemand durch für eine ganze Veranstaltung, immer wieder wechselt das Team - schnell und unbemerkt: die Show muss weitergehen.

13.30 Uhr. Bogdan Chojedo hat wieder auf der Tribüne Platz genommen. Zwischendurch war er kurz bei seinem Schlepper, hat ihn noch einmal genau in Augenschein genommen. In den nächsten Tagen wird er ihn von einer Spedition abholen lassen. Auf seiner Weihnachtsbaumplantage bei Krakau soll er ihm gute Dienste leisten. Ein kurzes Telefonat mit seiner Frau zu Hause, dann geht es weiter. Ein Mulchgerät hätte er gerne noch – mal schauen, ob er mithalten kann.

Am Ende wird es ein Salzstreuer für den Winterdienst. Zufrieden tritt Chojedo die lange Heimreise an. Viele Positionen gehen an diesem Tag nach Polen und in weitere Länder Osteuropas, einige auch nach Irland. „Häufig sind die Bieter Händler, die die Maschinen und Geräte dann weiterverkaufen“, weiß Carsten Obrecht. Sowohl Ritchie Bros. als auch die ZG Raiffeisen sind zufrieden. Im nächsten Jahr soll es weitergehen in Iffezheim. Mit noch mehr Bietern und noch mehr Maschinen.

Impressionen von der Landtechnik-Auktion 2016
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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