Bis wann muss ich mich bewerben?

Stand 2012 vor einer schwierigen Entscheidung: Moritz Bornmann, heute am Schreibtisch in der Niederlassung Merdingen (Foto: ZG Raiffeisen)
Stand 2012 vor einer schwierigen Entscheidung: Moritz Bornmann, heute am Schreibtisch in der Niederlassung Merdingen (Foto: ZG Raiffeisen)

Bewirb Dich langsam ... aber bewirb Dich!

Hauptsache, Du weißt, was Du willst. Findet jedenfalls Moritz Bornmann. Der Auszubildende im Groß- und Außenhandel, inzwischen im dritten Lehrjahr, fand es heraus, indem er ein Praktikum bei der ZG Raiffeisen machte. Wie viele Schulabsolventen hat er zuerst gezögert und sich dann doch beworben. Der Grund: Eine nahezu unüberschaubare Vielfalt an Ausbildungsangeboten.

Viele Schüler bewerben sich inzwischen schon ein Jahr vor ihrem Schulabschluss oder noch früher, weil sie befürchten, sonst keinen Ausbildungsplatz mehr zu bekommen. Wie sicher sich diese frühen Bewerber sind, was sie machen und bei welchem Unternehmen sie lernen wollen, ist eine andere Frage.

Kein Plan?

Als Moritz Bornmann 2011 in sein Abschlussjahr auf der Schule ging, wußte er nur, dass er etwas Kaufmännisches machen wollte. Aber was, davon hatte er keine genaue Vorstellung. Die kaufmännische Ader hat er praktisch in die Wiege gelegt bekommen, sein Vater ist als Einkäufer im Handel tätig. Das Handwerk und auch ein reiner Bürojob liegen ihm nicht so. Die Landwirtschaft und Agrarthemen interessierten ihn, aber eine Ausbildung zum Landwirt selbst kam für ihn nicht infrage. Was ihm Spaß macht, dass ist der Kontakt mit Menschen, die Kunden zu beraten. Warum also nicht Agrarhandel?

Alle Stellenangebote für Ausbildungsplätze bei der ZG Raiffeisen findest Du hier in unserem Online-Stellenmarkt


Der Weg dorthin war wie bei vielen Berufswegen kein schnurgerader. Die ZG Raiffeisen kannte Moritz Bornmann vom Einkaufen im örtlichen Raiffeisen Markt in Endingen, nahe seiner Heimatstadt Wyhl. Nun, mit dem Blick eines Jobsuchenden, registrierte er erstmals so richtig, dass es dort auch einen Agrarstandort gibt.

Er informierte sich im Internetportal der Genossenschaft und erfuhr, dass man bei der ZG Raiffeisen eine kaufmännische Ausbildung mit Zusatzqualifikation Agrarwirtschaft machen kann. Dieses bundesweit einzigartige Ausbildungsangebot kombiniert Inhalte aus der Berufsausbildung zum Kaufmann und zum Landwirt mit dem Ziel, die Absolventen fit für die besonderen Anforderungen des Agrarhandels zu machen.

Probiere aus, was Dir liegt

"Das hat mich neugierig gemacht," sagt Bornmann. Also machte er ein einwöchiges Praktikum bei der nächsten ZG Raiffeisen-Niederlassung und lernte Markt und Agrarstandort kennen. "Ich hab gleich gemerkt, da kann ich mich wohlfühlen", sagt er.

Sein Niederlassungsleiter fand den jungen Mann vielversprechend und ermutigte ihn, sich zu bewerben. Bornmann schrieb eine Bewerbung und legte sein Halbjahreszeugnis dazu. Da war es schon Januar des Ausbildungsjahres, im September sollte es losgehen. Aber das war weder für das Unternehmen noch für den Bewerber ein Problem. "Ich wusste, was ich will, und dass ich gute Chancen habe", sagt Bornmann heute.

Wer weiß schon sofort, was er will?

Die mitunter recht knappen und strikten Bewerbungsfristen mancher Unternehmen findet Bornmann oft wenig realistisch. "Man braucht einfach seine Zeit, bis man weiß, was man will", meint er. "Natürlich hab ich mich oft gefragt, was soll ich machen, ist das richtige für mich. Aber dafür wußte ich dann irgendwann auch, was ich will. Jeder Bewerber sollte dann jederzeit die gleiche Chance haben, wenn man soweit ist."

Entschieden hat er sich schließlich für einen Ausbildungsplatz beim Geschäftsbereich Pflanzliche Produktion. Er hätte die gleiche Ausbildung auch bei den ZG Raiffeisen Märkten oder bei der ZG Raiffeisen Technik absolvieren können. Ausschlaggebend war sein Interesse am Agrarbereich in Kombination mit kaufmännischen Inhalten.

Späte Bewerber sind nicht besser oder schlechter als andere

Dies ist auch die Erfahrung von Personalentwickler Peter Westhauser, der Moritz Bornmann während seiner Ausbildung betreut. Inzwischen sei es nicht mehr die Ausnahme, dass Bewerbungen erst zum Ende des Jahres oder sogar erst im Ausbildungsjahr selbst eintrudelten. Grundsätzlich sei das kein Problem.

"Späte Bewerber sind nicht automatisch besser oder schlechter als andere. Es kommt immer auf den Einzelfall an", sagt Westhauser. "Es kann bedeuten, dass jemand sich nicht rechtzeitig gekümmert hat, es kann aber auch bedeuten, dass sich diese Person viele Gedanken gemacht hat."

Späte Bewerber seien jedenfalls bei der ZG Raiffeisen nicht weniger willkommen, solange es noch freie Ausbildungsplätze gibt, sagt Westhauser. "Manche fürchten, sie könnten unmotiviert auf ihren späteren Arbeitgeber wirken, wenn sie sich nicht schon ein Jahr vor dem Abschluss bewerben, und dann trauen sich nicht mehr so recht. Uns ist aber im Zweifelsfall jemand lieber, der sich mit dem Ausbildungsberuf seiner Wahl auseinandergesetzt hat, als jemand, der sich gleich auf etwas bewirbt, das er oder sie vielleicht gar nicht wirklich machen will."

Hauptsache, Ihr macht es!

Immerhin trifft dieser junge Mensch mit der Wahl seines Ausbildungsberufes eine wichtige Entscheidung für sein Leben, sagt Westhauser. Da sei es ganz normal, wenn man sich Zeit nehmen wolle. Man sollte natürlich nur nicht zulange überlegen. Immerhin müsse auch das Ausbildungsunternehmen planen können. Sonst kann es solche Ausbildungsplätze nicht organisieren und anbieten.

Moritz Bornmann hat sich die Zeit gelassen, die er brauchte, und hat damit Erfolg gehabt. Sein Rat an alle jungen Bewerber auf Jobsuche ist: „Wagt was, probiert Euch aus und bewerbt Euch, egal wann, auch wenn es kurzfristig erscheint. Hauptsache, Ihr macht es.“

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