Traineeprogramm der ZG Raiffeisen

Ausnahmsweise mal nicht auf dem Feld: Thomas, Tamara, Daniel und Richard in der Zentrale (Foto: ZG Raiffeisen)

„Wer weiß schon auf der Uni, was er später wirklich machen will?“

Mit dem Traineeprogramm der ZG Raiffeisen findet nicht der Bewerber seinen Traumjob, sondern der Traumjob findet den richtigen Bewerber. Alle hier vorgestellten Trainees hatten anfangs nur eine vage Vorstellung, was sie nach dem Studium machen wollten, außer, dass es etwas mit Landwirtschaft zu tun haben sollte. Alle haben ihren Traumjob gefunden, mit dem Traineeprogramm der ZG Raiffeisen. Es ist der Weg, um die eigenen Ziele und Fähigkeiten zu finden und auszuprobieren.

Die meisten Studenten der Agrarwissenschaften und der benachbarten Disziplinen haben eines gemeinsam: Die Begeisterung für das Leben und Arbeiten in und mit der Landwirtschaft. Doch mit der Leidenschaft für ihr Fach hört die Klarheit für die Nachwuchstalente oft schon wieder auf. Viele sind durch einen familiären Bezug mit der Landwirtschaft verbunden, haben aber nur eine vage Vorstellung, was genau sie in diesem faszinierenden Berufsfeld später genau machen möchten. Das Angebot an Spezialisierungs- und Einsatzmöglichkeiten ist oft groß und unübersichtlich.

Genau dafür gibt es das Traineeprogramm der ZG Raiffeisen: Für Nachwuchstalente in einer Lebens- und Ausbildungssituation mit noch offener beruflicher Perspektive. Das Traineeprogramm ist der Weg, um die eigenen Talente und Ziele in der Praxis zu entdecken und zu testen. Das gilt auch und gerade für Interessen, die den jungen Absolventen selbst vielleicht noch nicht immer vollständig bewusst sind. Die beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten sind vielseitig: Trainees wachsen in ihre künftigen Aufgabenbereiche hinein als BeraterInnen im Innen- und Außendienst, DisponentInnen, Produktmanagement oder in Fach- und Führungsfunktionen in den Vertriebsregionen oder in der Zentrale.

Der Weg ist das Ziel

Das Traineeprogramm ist bewusst flexibel gestaltet. Es möchte der individuellen Ausbildungssituation der jungen Nachwuchskräfte entgegenkommen. Manche suchen noch nach beruflicher Orientierung, andere wollen sich bereits konkret spezialisieren. Voraussetzung für eine erfolgreiche Bewerbung sind in der Regel mindestens ein abgeschlossenes Bachelor-Studium in einem agrarwissenschaftlichen oder verwandten Studienfach, das einen Bezug zur Tätigkeit in einer Agrargenossenschaft nahelegt. Praktische Erfahrungen in der Landwirtschaft sind von Vorteil.

In der Regel dauert das Traineeprogramm rund achtzehn Monate. Es führt die Trainees in mehreren Stationen durch das Vertriebsgebiet der ZG Raiffeisen und in die Zentrale nach Karlsruhe. An jeder Station können sie unterschiedliche Aufgaben, Arbeitsbereiche und Anforderungen des Agrargeschäftes kennenlernen. So können die Nachwuchstalente in der Praxis selbst herausfinden, welcher Bereich ihnen am meisten liegt und mit welchen Aufgaben sie sich wohlfühlen. Jeder Trainee bekommt für sein Traineeprogramm außerdem ein Projekt oder einne Aufgabenbereich zugewiesen, den er oder sie eigenverantwortlich bearbeitet. So lernen die Trainees, was sie sich selbst zutrauen können.

Train-eeren geht über Studieren

Wo die Interessen und Stärken der Kandidaten liegen, wird vor Beginn des Programms im persönlichen Gespräch mit Geschäftsleitung und Personalabteilung besprochen. Berücksichtigt werden dabei bisherige Ausbildungsschwerpunkte, besondere Kenntnisse, aber auch besondere Interessen der Kandidaten. Aus diesem Profil ergeben sich dann die individuellen Trainee-Stationen des Programms.

Das Traineeprogramm gibt den Absolventen und dem Unternehmen Zeit, sich gegenseitig kennenzulernen. Nach Abschluss des Programms wird dann gemeinsam besprochen, welche Aufgabenbereiche den Fähigkeiten, Vorstellungen und Neigungen der Absolventen am besten entsprechen. Die Übernahmequote nach dem Traineeprogramm liegt bei nahezu 100 Prozent. Wir tun etwas für unseren Nachwuchs, denn der Nachwuchs ist unsere Zukunft. Bei allen Trainees, die wir hier vorstellen, hat es funktioniert.

Weitere Informationen zum Traineeprogramm gibt es unter http://www.zg-raiffeisen.de/agrar/pflanzliche-produktion/ausbildung/traineeprogramm-und-duales-studium/.

Unsere Erfahrungen
Daniel, 29 Jahre

„Man traut mir etwas zu!“


Studium: Bachelor Agrarwissenschaften, Master Agrarbusiness
Traumjob: Sortimentsmanager Spezialprodukte

Daniel hat seinen Bachelor in Agrarwissenschaften an der Universität Hohenheim gemacht und hat dann ein Masterstudium in Agrarbusiness nachgelegt. 2010 suchte er noch nach einem Thema für seine Masterarbeit, als er auf einer Exkursion der Uni Hohenheim auf die ZG Raiffeisen aufmerksam wurde. Er bewarb sich für das Traineeprogramm. Gefallen hat ihm daran besonders, dass er das Agrargeschäft aus nächster Nähe kennenlernen konnte und dass ihm die Genossenschaft dabei die Möglichkeit gab, seine Masterarbeit parallel zum Traineeship weiterzuverfolgen. Als Projektarbeit machte er Potenzial- und Marktanalysen, eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, wie er rückblickend findet. Am Ende ging es dann doch in eine ganz andere Richtung.

„Wer weiß schon auf der Uni, was er später wirklich machen will?“, sagt Daniel heute. „Eigentlich wollte ich ja in den Bereich Projektmanagement oder Marketing, auf meinem bisherigen Wissen aufbauen. Aber in meiner Zeit als Trainee in der Zentrale konnte ich dann eigenverantwortlich unser Folienprogramm betreuen. Ich hätte nie gedacht, dass ich in diesem Bereich lande. Aber das war dann absolut mein Ding. Das Wichtigste daran war: Ich habe gemerkt, man traut mir etwas zu! Man überlässt mir von Anfang an bestimmte Aufgabenbereiche, die ich selber bearbeiten durfte. Nur durch das Traineeprogramm habe ich gemerkt, dass ich etwas anderes machen möchte als ursprünglich gedacht.“

Gesagt, getan: Seit 2012 ist Daniel beim Geschäftsbereich Pflanzliche Produktion in der Karlsruher Zentrale verantwortlich für Spezialprodukte.

Tamara, 28 Jahre

„Keine Schule, keine Prüfungen mehr, sondern reine Praxis.“


Studium: Bachelor Agrarwissenschaften
Traumjob: Management Saatgutvermehrung

Eigentlich hat Tamara nach der Realschule bei der örtlichen Stadtverwaltung gelernt, aber das Beamtentum war nicht ihr Ding. Als Kind hat sie auf einem Bauernhof gewohnt und wollte gern beruflich etwas machen, das mit Landwirtschaft und Tierwirtschaft zu tun hat. Vielleicht Pferdewirtin. Nach kaufmännischer Ausbildung und Abitur ging sie für ein Jahr nach Australien, arbeitete auf diversen Farmen. Es folgten sechs Semester Agrarwissenschaften und der Bachelor-Abschluss in Hohenheim. Vom Traineeprogramm hat sie am Messestand der ZG Raiffeisen in Hohenheim erfahren und bewarb sich.

„Für mich war wichtig, dass ich nach dem Studium Zeit habe, in der ich Neues lernen kann, wo mir viel gezeigt wird, was ich nicht kenne. Keine Schule, keine Prüfungen mehr, sondern reine Praxis“, sagt Tamara. „Alles ausprobieren. Austoben. Für eine Bachelor-Studentin wie mich ist das Traineeprogramm der beste Einstieg, den ich mir vorstellen kann.“

Toll daran findet sie vor allem, dass man viel herumkommt, viele Leute kennenlernt und sich ein eigenes Netzwerk aufbauen kann. Ihr Schwerpunkt im Studium war Pflanzenwissenschaften, also ging sie für ihr Traineeprogramm unter anderem für sechs Monate ins Maiswerk in Heiterheim. Besonders gefiel ihr der Bereich Saatgut und Versuchswesen, der dort die Vermehrung von Maissaatgut abwickelt. Aber auch der Sortenvertrieb lag ihr, und privat wollte sie aber lieber in ihrer Heimatregion bleiben. Daher betreut Tamara seit 2012 die Vermehrung und das Versuchswesen für Getreidesaatgut in der Karlsruher Zentrale.

Thomas, 30 Jahre

„Von allem ein bisschen machen.“


Studium: Diplom-Kaufmann mit Schwerpunkt Logistik und IndustriebetriebslehreTraumjob: Projektmanagement Marketing

Nach der Realschule ging Thomas aufs Wirtschaftsgymnasium und studierte nach seinem Zivildienst im Altenheim in Mannheim Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Logistik und Industriebetriebslehre. Seine Diplomarbeit schrieb er über Horizontale Einkaufskooperationen in Kleinen und Mittleren Unternehmen. Dabei ging es vor allem um Vertrauen zwischen den Unternehmen als Erfolgsfaktor für die Kooperation. Doch die Aufgabenbereiche, die ihm nach dem Studium in der Industrie angeboten wurden, waren seine Sache nicht. Dafür hat ihn die Landwirtschaft nie losgelassen, die auf dem Hof seiner Familie kennen- und schätzengelernt hatte. So bewarb er sich bei der ZG Raiffeisen als Trainee. Gegen Ende seines Traineeprogramms stand für Thomas fest, dass die üblichen Tätigkeitsfelder wie etwa im Außendienst für ihn nicht in Frage kamen.

„Mich interessiert, wie Prozesse funktionieren“, sagt Thomas heute. „Am liebsten wollte ich von allem ein bisschen machen. Projekte aufsetzen und steuern.“

Seine berufliche Heimat bei der ZG Raiffeisen fand er dann im Projektmanagement, wo er seit 2012 für seinen Geschäftsbereich verschiedenste Projekte aus den Bereichen Marketing, Standortsicherung, Logistik und Potenzialanalysen begleitet. Dabei kann er seine Stärke voll ausleben und einbringen, nämlich kreative Lösungen zu entwickeln und vor allem in wechselnden Teams zu arbeiten. Gefallen hat ihm am Traineeprogramm, dass man Land und Leute im Firmengebiet kennenlernt und viele Kontakte knüpfen kann.

Friederike, 28 Jahre

„Raus auf’s Feld!“


Studium: Bachelor Agrarwissenschaften
Traumjob: Produktionsassistentin Maisvermehrung

Einen besonderen landwirtschaftlichen Hintergrund hat Frederike nicht. Als Kind hat sie mit der Familie oft Ferien auf dem Bauernhof gemacht. Das hat ihr gefallen. Nach dem Abitur ging sie nach Hohenheim und machte ihren Bachelor in Agrarwissenschaften. Die Ausschreibung für das Traineeprogramm hat sie dann auf der Homepage der Universität gesehen und wusste gleich, dass sie das manchen möchte. „Das Traineeprogramm war ein guter Einstieg für mich“, meint sie heute.

„Ich wusste eigentlich gar nicht so richtig, was ich machen will. Ich wusste nur: Ein Bürojob ist nichts für mich. Ich will raus auf’s Feld, ich will mit den Landwirten direkt zu tun haben. Und das kann ich jetzt.“

Eigentlich wollte sie ja bei ihrem Studienschwerpunkt Tierwissenschaften bleiben, aber dann gefiel es ihr im Maiswerk Heitersheim so gut, dass sie geblieben ist. Besonders mag sie an ihrer Arbeit, dass sie abwechlungsreich ist, mit den Jahreszeiten und der Saison wechseln auch die Herausforderungen. Seit 2010 arbeitet Friederike als Produktionsassistentin in der Maisvermehrung beim Maiswerk Heitersheim.

 

Richard, 29 Jahre

„Analyse und Kommunikation in einem!“


Dr. rer.nat. Agrarwissenschaften, Master Agribusiness
Traumjob: Getreidehandel

Die Landwirtschaft kannte Richard nicht aus eigener Erfahrung, aber naturwissenschaftlich war er schon immer interessiert. Eigentlich wollte er Biologe werden, hat dann aber doch Agrarwissenschaften studiert, weil er das näher am realen Leben dran fand. Begeistert hat ihn dabei vor allem die analytische und strukturierte Auseinandersetzung mit einem überaus komplexen Gegenstand. Während des Studiums entdeckte er außerdem das Genossenschaftswesen, ein Thema, das ihn faszinierte. So folgte die Promotion an der Forschungsstelle für Genossenschaftswesen in Hohenheim mit einer Arbeit über Energiegenossenschaften. Seine wahre Begabung fand Richard dann im Traineeprogramm der ZG Raiffeisen, das ihn für sechs Monate durch die Vertriebsregionen führte.

„Der Getreidehandel hat mir gleich gefallen“, meint er. „In diesem Geschäft muss man sehr analytisch vorgehen, das ist meine wissenschaftliche Seite. Man muss aber auch kommunikativ veranlagt sein, denn man handelt ja von Mensch zu Mensch. Beides macht mir Spaß.“

Am Traineeprogramm hat ihm besonders gefallen, dass man viele Kontakte knüpfen und sich ein eigenes Bild vor Ort machen kann. „So lernt man die Leute kennen, und man kann sich leichter in die Probleme vor Ort hineinversetzen“, meint er. Seit Juni 2013 bereitet Richard sich auf seine künftige Aufgabe als Weizenhändler bei der ZG Raiffeisen Vermarktung vor.

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