Geschichte der ZG Raiffeisen

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100 Jahre gewachsen mit der Region: Die Anfänge

Aus der Not des Hungerwinters von 1846/47 geboren, entwickelte sich aus den Ideen von Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schultze-Delitzsch bald eine landesweite Genossenschaftsbewegung. Sie verbreitete sich schnell in ganz Deutschland und erreichte Baden in den 1850er Jahren. 1858 wurde in Karlsruhe die erste Genossenschaft Badens gegründet, ein sogenannter "Vorschussverein", eine Vorläuferorganisation der späteren Kreditgenossenschaften.

Die Ur-Zentralgenossenschaft Raiffeisen

Je mehr neue Genossenschaften hinzukommen, desto mehr Möglichkeiten bieten sich, die neuentdeckten gemeinsamen Kräfte zu bündeln. Im Dezember 1910 wurde in Freiburg die erste Zentralgenossenschaft auf badischem Boden gegründet, die „Zentral-Bezugs und Absatz-Genossenschaft des Badischen Bauern-Vereins eGmbH“. Am 1. Januar 1911 nimmt die Ursprungsorganisation der ZG Raiffeisen ihre Arbeit auf. Ein Jahrzehnt später, im November 1920, folgen die nordbadischen Landwirte mit der Gründung der „Badischen landwirtschaftlichen Hauptgenossenschaft eGmbH“ in Karlsruhe. Am 28. November 1929 gaben beide Organisationen ihre Fusion zur „Badischen landwirtschaftlichen Zentralgenossenschaft eGmbH“ bekannt.

Ein halbes Jahrhundert firmierte die Organisation unter diesem Namen, bevor sie 1975 in "Raiffeisen-Zentralgenossenschaft Karlsruhe eG" umbenannt wurde. Ihren endgültigen Namen erhielt die "ZG Raiffeisen eG" durch Beschluss der Mitgliederversammlung am 18. Juni 2004.

Vom Gegeneinander zum Miteinander

Bis zu diesem historischen Zusammenschluss war es ein langer Weg. Anfangs gab es in Baden zwei ländliche Hauptgenossenschaften, die einander auf dem Territorium des jeweils anderen offen Konkurrenz machten. Die Folgen sollten beide Organisationen über ein Jahrzehnt lang empfindlich zu spüren bekommen.

Die badischen Ortsgenossenschaften scharten sich ursprünglich um zwei historische Kerne. In Karlsruhe schlossen sich die nordbadischen Landwirte 1883 zum "Verband der badischen landwirtschaftlichen Konsumvereine" zusammen, 1885 entstand in Süd- und Mittelbaden der Badische Bauernverein. In der Freiburger Organisation sammelten sich eher die Anhänger von Friedrich Wilhelm Raiffeisen, in der Karlsruher Organisation eher die Anhänger von Wilhelm Haas. Beide standen für unterschiedliche Ausrichtungen der Genossenschaftsphilosophie, die erst später zusammenfinden sollten.

Gemeinsam Handel(n)

Schon bald wurden die Ortsgenossenschaften mit Aufgaben konfrontiert, die sie allein nicht mehr bewältigen konnten. Bereits 1901 wurde in Mannheim ein „Getreidebureau“ eingerichtet, das sich um die Vermarktung der pflanzlichen Erzeugnisse kümmern sollte. Mit der Getreidebörse und der Anbindung an die Rheinschifffahrt galt Mannheim als idealer Standort. Das Getreidebureau ging 1924 in der Karlsruher Hauptgenossenschaft auf.

Nach dem Ersten Weltkrieg und dem Wegfall von Elsass-Lothringen und des Saarlands im Versailler Vertrag fehlten den nordbadischen Landwirten plötzlich einige ihrer wichtigsten Betriebsmittellieferanten. Sie gründeten daraufhin im November 1920 in Karlsruhe eine eigene Hauptgenossenschaft. Die wirtschaftlichen Folgen der Großen Depression der 1920er Jahre machten den beiden Konkurrenten auf badischem Boden finanziell und organisatorisch bald schwer zu schaffen. Die Reichsregierung bot ein groß angelegtes Sanierungsprogramm an, doch sie stellte Bedingungen: Die fruchtlose Konkurrenz der beiden badischen Hauptgenossenschaften soll ein Ende finden. Als rettender Ausweg bleibt damit nur die Fusion beider Organisationen zur „Badischen landwirtschaftlichen Zentralgenossenschaft eGmbH“ am 28. November 1929.

Gleichgeschaltet im Dritten Reich

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 entging auch die ZG Raiffeisen nicht der Gleichschaltung. Wie alle Agrarproduzenten wurden die Genossenschaften 1934 in den sogenannten "Reichsnährstand" zwangsintegriert, die Organisation der NS-Agrarpolitik. Die Kriegspläne des NS-Regimes begannen sich schon frühzeitig abzuzeichnen: Die gesamte deutsche Industrie sollte von ausländischen Importen unabhängig gemacht werden. Im Zuge dieses sogenannten "Erzeugungsschlacht"-Programms errichtete die ZG Raiffeisen 1935 das Flachswerk in Osterburken. Nachdem das NS-Regime ab September 1939 zunächst Europa und bald darauf die ganze Welt mit Krieg überzog, begann im Deutschen Reich erneut die staatliche Zwangsbewirtschaftung lebenswichtiger Agrarerzeugnisse. Der massenhafte Einsatz von Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern prägten bis Kriegsende das Bild der Landwirtschaft.

Auf dem Weg in die Zukunft, 1945 bis heute (Fortsetzung)
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