Wenn die Wüste aufblüht

Die Besucher aus Brasilien wurden auch im Karlsruher ZG Raiffeisen Markt fündig (Foto: ZG Raiffeisen)

Genossenschaftler aus Brasilien zum Austausch in der Karlsruher Zentrale

Seit 1988 wird im brasilianischen Bundesstaat Pernambucoder São Francisco-Fluss zum Itaparica-Stauseeaufgestaut. Der Stausee hat inzwischen eine Fläche von über 800 Quadratkilometern erreicht und eine ehemals semi-aride Region gravierend verändert: Plötzlich blüht eine trockene Landschaft auf.

Grund genug für ein internationales wissenschaftliches Verbundprojekt namens"Innovate" unter Federführung der Technischen Universität Berlin und mit Beteiligung der Universität Hohenheim, Möglichkeiten für eine nachhaltige Nutzung von Stauseen zu untersuchen.

Wenn Besuch aus aller Welt in der Karlsruher Zentrale der ZG Raiffeisen eG eintrifft, sind international vernetzte Wissenschaftler meistens nicht weit. In diesem Fall Professor Dr. Reiner Doluschitz von der Forschungsstelle für Genossenschaftswesen der Universität Hohenheim. Der Austausch kam zustande über Dr. Gilson Martins von der Katholischen Universität von Paraná in Curitiba im Südosten Brasiliens, mit dem Doluschitz wegen laufender Projekte in Verbindung steht. Martins, der einst an der Universität Freiburg mit einer Abhandlung über nachhaltige Entwicklung und Industrieökonomie promoviert wurde, berät den regionalen brasilianischen Genossenschaftsverband OCEPAR.

Genossenschaftliche Perspektiven für Wüstenregionen

Zusammengebracht hat sie "Innovate". Vertreten sind in dem Projekt nahezu alle Disziplinen, vom Gewässerökologen bis zumBetriebswirtschaftler. Das Teilprojekt von Reiner Doluschitz und seinem Team widmet sich der ökonomischen Analyse von landwirtschaftlichen Betrieben in der Region. Dafür untersuchen die Forscher Anbau- und Betriebsstrukturen und suchen nach Möglichkeiten für deren Optimierung. Verschiedene Betriebsmodelle werden hier in der empirischen Simulation unter unterschiedlichen wirtschaftlichen Szenarien erprobt.

Genossenschaftliche Modelle stehen dabei für die Hohenheimer Forscher natürlich im Vordergrund. Beispiele für ebensolche Modelle aus der Praxis wollten sich die Besucher aus Brasiliennun gern in Deutschland aus der Nähe ansehen. Banken,Warenzentralen, Molkereien, die Bausparkasse Schwäbisch Hall, Winzervereine und eben auch Agrargenossenschaften standen dementsprechend auf dem zweitägigen Besuchsprogramm beim Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband BWGV. Eine Station waren Zentrale, Markt und die Getreideerfassung derZG Raiffeisen in Karlsruhe.

Berieselung mit Wissen

Insgesamt sind die Hohenheimer Forscher bei "Innovate" mit vier Teilprojekten vertreten. Dies ist kein Zufall, denn Hohenheimhat sich mit derartigen Projekten einen Namen gemacht. Seit fünf Jahren betreuen die Genossenschaftsforscher bereits ein ähnliches wissenschaftliches Projekt in der chinesischen Provinz Xinjiang, die mehrheitlich von dem Turkvolk der Uiguren bevölkert wird. Auch dort geht es um angepasste Betriebsentwicklungsstrategien bei der wirtschaftlichen Nutzung einer Wüstenregion, die künstlich bewässert wird. Das Ziel des Projektes ist, dass die gesamte Region später einmal von dem Wissenstransferprofitieren kann.

Genossenschaftliche Geschäftsmodelle als Exportgut

"Im Endeffekt geht es hier auch um den Export von genossenschaftlichen Geschäftsmodellen, die sich bei uns bewährt haben", meint Doluschitz. "Brasilien ist nun einmal ein Schwellenland und hat ganz andere Prioritäten bei seinen Problemen,etwa beim landwirtschaftlichen Strukturwandel oder bei der Lebensmittelsicherheit. Ganz abgesehen davon ist es immergut, Kontakte zu knüpfen. Wir können sicherlich viel voneinander lernen."

Die brasilianischen Gäste waren überaus angetan vonder deutschen Gastfreundschaft und von den vielen Eindrücken,wie Dr. Martins in seinem Dankesbrief schrieb. Man mag die Genossenschaftsforscher um diese Lehrstunden beneiden: Im Herbst steht der Gegenbesuch der Hohenheimer in Curitiba an.

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