Landwirtschaftlicher Innovationspreis

Volle Innovation voraus: Thomas Huschle (Fotos: Jens Kreutzfeldt/ZG Raiffeisen)

LUI 2017: Die Mega-Aufgabe der Zukunft

Am 27. November 2017 wurde zum 21. Mal der Landwirtschaftspreis für unternehmerische Innovation (kurz: L•U•I) im Kloster Reute bei Bad Waldsee verliehen. Ausgezeichnet wurden wieder drei pfiffige Neuentwicklungen aus der Landwirtschaft.

Erneut stand die LUI-Jury um ihren Vorsitzendern Thomas Huschle vor der Qual der Wahl, drei Siegerprojekte aus einer Fülle an neuen Produkt- oder Geschäftsideen aus Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft auszuwählen. Insgesamt 22 Projekte hatten sich beworben, sechs Finalisten schafften es in die Endrunde.

Mit dem ersten Platz und 2.000 Euro Preisgeld wurde Mit dem ersten Platz wurde Daniel Griener aus Pfullendorf für seinen „GRIFA Softstep“ ausgezeichnet, eine gasdruckbetriebene Einstiegshilfe für Land- und Baumaschinen. Sie hilft, Arbeitsunfälle und ergonomischen Langzeitschäden beim Auf- und Abspringen zu vermeiden, vor allem auf unebenem Untergrund.

Die Plätze zwei und Drei mit je 1.500 Euro Preisgeld belegten Zusammenschlüsse von gleichgesinnten, die mit ihren Unternehmenskooperationen fachliches Know-how bündeln und sich strategische Marktzugänge erarbeitet haben: Die Gärtnersiedlung Reichenau und die Kräutermanufaktur Kräuterland Baden-Württemberg e.V. aus Schwanau-Ottenheim.

"Die Mega-Aufgabe der Zukunft"

Die Preise überreichte Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch (CDU) vom Landesministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Stuttgart. Die LUI-Preisträger nannte sie in ihrer Laudatio Vorbilder für die Zukunft. „Sie stehen für beispielhafte Leistungen bei der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen in der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft im ländlichen Gemeinwesen“, sagte die Staatssekretärin.

In Ihrer Rede bezeichnete sie es als „Mega-Aufgabe der Zukunft“, mit neuen Innovationen nicht einfach nur Mengen und Erträge zu steigern, sondern vielmehr die Resourceneffizienz und Umweltverträglichkeit. Denn moderne Landwirtschaft bedeute die Schonung der Resourcen, von der sie lebe.

„Nicht alles, was neu ist, ist auch innovativ“, so brachte Gastgeber Philipp Duelli vom Bund der Landjugend das Anliegen des L•U•I auf den Punkt. Eine Innovation für die Gesellschaft entstehe erst, wenn eine Idee neue auch in ein neues Produkt oder ein Verfahren umgesetzt werde.

"Fühlen Sie sich alle als Gewinner"

Eben dafür, um neuen Ideen zum Durchbruch zu verhelfen, wurde der L•U•I vor inzwischen 21 Jahren gegründet, resümmierte Dr. Ewald Glaser vom ersten Sponsor ZG Raiffeisen eG nicht ohne Stolz. An Ideen mangele es seitdem nicht, im Gegenteil. „Ich habe sogar den Eindruck, je schneller sich unsere Rahmenbedingungen ändern, desto mehr Ideen und Innovationen entstehen“, sagte Glaser.

Dabei gibt es keine Innovation ohne Tradition, fand Verbandsdirektor Dr. Ansgar Horsthemke vom zweiten Sponsor, dem Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband (BWGV). Denn Innovation baue häufig auf früheren Ideen auf.

„Nur wenn man weiß, was man hat, weiß man, was man weiter verbessern kann“, sagte Horsthemke. Er könne immer wieder nur staunen über den Ideenreichtum und die Tatkraft der eingereichten Projekte. Sie mache die Landwirtschaft zu einer der innovativsten Branchen überhaupt. „Bitte fühlen Sie sich alle als Gewinner“, lud er daher sämtliche L•U•I-Teilnehmer ein.

Weitere Informationen über die Siegerprojekte finden Sie weiter unten auf dieser Seite sowie in der Pressemitteilung des Veranstalters.

Die Preisträger (zum Vergrößern klicken)

Die Preisträger 2017

Mit dem ersten Platz wurde Daniel Griener aus Pfullendorf für seinen „GRIFA Softstep“ ausgezeichnet. Der Softstep funktioniert automatisch wie ein kleiner Treppenlift beim Ein- und Aussteigen in Landmaschinen wie Traktoren und unterstützt dabei die natürliche Bewegung bei den gewohnten Arbeitsabläufen, ohne dass der Fahrer groß darüber nachdenken muss. Auch das wurde von der Jury positiv vermerkt. 

Die Jury belohnte Grieners Engagement für seine Idee, die zunächst als „Senioren-Leiter“ belächelt wurde, mit dem Hauptpreis. Denn die ergonomischen Langzeitschäden für Bänder und Gelenke, die beim Auf- und Abspringen von Landmaschinen entstehen, vor allem auf unebenem Untergrund, sind beträchtlich, machen sich aber meist erst bemerkbar, wenn es bereits zu spät ist. Auch verzeichnet die Berufsgenossenschaft jährlich eine erhebliche Zahl von Arbeitsunfällen, die beim Auf- und Absteigen entstehen. Eine Entwicklung, die auch für Baufahrzeuge interessant sein könnte.

Den zweiten und dritten Platz erhielten jeweils Unternehmenskooperationen. Den zweiten Platz belegte die Gärtnersiedlung Reichenau Gemüse e.G., in der sich fünf Familienbetriebe von der Gemüseinsel Reichenau zusammengeschlossen haben. Um dem Platzproblem auf der traditionsreichen Gemüseinsel beizukommen, errichteten sie am Standort Singen-Beuren für den Anbau von Paprika und Auberginen für Großkunden ein 13 Hektar großes Gewächshaus mit integrierter, das heißt möglichst umweltfreundlicher Produktion. Ausgezeichnet wurde das Projekt für die flächendeckende Versorgung mit regional erzeugtem Gemüse, die zugleich den Genossenschaftsmitglieder einen strategischen Marktzugang eröffnee.

Den dritten Platz errangen die Frauen der Kräutermanufaktur Kräuterland Baden-Württemberg e.V. aus Schwanau-Ottenheim. In diesem Verein haben sich rund 30 qualifizierte Heilfplanzenfachfrauen, Natur- und Kräuterpädagoginnen aus ganz Baden-Württemberg zusammengeschlossen. Mit ihrer gebündelten Expertise ereugen sie hochwertige Tees, Kräutersalze und Wildkräuter aus fachkundigem Anbau. Ein einmaliger Wissenstransfer für eine bedarfsgerechte Versorgunge mit hochwertigen Kräutern, befand die Jury, der zugleich für zahlreiche Insekten einen wichtigen Lebensraum sichere.

Weitere Informationen
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Impressionen von der LUI-Verleihung 2017
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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