Fruchtwelt 2016

An der Schwarzwaldhüttentheke wurden Messebesucher wieder in traditioneller Tracht mit regionalen Köstlichkeiten bewirtet (Fotos: ZG Raiffeisen)

Fruchtwelt 2016: Sonnenstrahlen im Netz

Vom 19. bis 21. Februar 2016 war Friedrichshafen am Bodensee wieder Treffpunkt der internationalen Obstbaubranche. Rund 17.000 Fachbesucher zog es auf die Fruchtwelt, die sich zu einer der führenden Messen für Kern- und Steinobst, Beeren und Destillation entwickelt hat. Mit dabei war wieder die ZG Raiffeisen mit ihrer markanten Schwarzwaldhütte, die erneut zu den Blickfängen auf der Messe gehörte.

Nach einer nicht-repräsentativen Blitzumfrage unter Standbesuchern gehörte der ZG Raiffeisen-Stand zu den gelungensten Messeauftritte auf der Fruchtwelt. Die originalgetreue Nachbildung einer Schwarzwaldhütte lädt Besucher auf Baumstämmen aus Plüsch im Schatten von fast echten Obstbäumen zum entspannten Fachgespräch ein. Der Andrang am Messestand war insbesondere an den beiden Wochenendtagen wieder enorm.

Alle Fotos von der Fruchtwelt 2016 finden Sie weiter unten auf dieser Seite

Die badische Hauptgenossenschaft war zum fünften Mal bei der Fruchtwelt dabei, die alle zwei Jahre stattfindet. Der Besucherrekord aus dem Jahr 2014 wurde mit 16.900 Gästen knapp übertroffen. Die Veranstalter verzeichneten vor allem steigenden internationalen Andrang sowohl bei Ausstellern als auch bei den Besuchern.

Die brennensten Themen

Die 37. badischen Obstbautage als Messe-Fachtagung boten parallel zahlreiche Fachvorträge zu allen Themen, die der Branche derzeit besonders auf der Seele brennen. Dazu gehörten vor allem die Zulassungssituation bei Pflanzenschutzmitteln, Mindestlöhne in der Landwirtschaft, die Kirschessigfliege sowie die Folgen des EU-Handelsembargos gegen die Russische Föderation (RF). Infolge des Embargos sind die Auszahlungspreise beim Obst stark gefallen, da zunehmend Produkte den europäischen Markt überschwemmen, die sonst in Russland Absatz fanden.

Milder Winter, viele Fragezeichen

Auch der bisher ungewöhnlich milde Winter beschäftigt die Branche. „Je früher alles blüht, desto größer ist natürlich die Gefahr von Spätschäden, wenn es doch noch einmal richtig  kalt werden sollte im Frühjahr“, sagt Bernhard Vogt von der ZG Raiffeisen Agrar-Niederlassung Oberkirch. Hier helfen Verfrühungsfolien und -tunnel, die nach wie vor im Trend lägen, aber nun einmal sehr arbeitsintensiv seien. Auch Schädlinge wie Blatt- oder Blutlausund Spinnmilben könnten leichter überwintern.

Besondere Wachsamkeit sei vor allem gegenüber der Kirschessigfliege geboten, die 2014 den Obst- und Weinbau in der Region in Atem hielt, als sich eine gewaltige Überpopulation des Schädlings durch nahezu sämtliche roten Früchte Badens fraß.

Heute wisse man zum Glück mehr über die Kirschessigfliege, meint Vogt, etwa, dass sie sich bei Temperaturen über 32 Grad sehr viel weniger stark vermehre. Daher sei dieser Schädling im Rekordsommer 2015 auch kaum in Erscheinung getreten. Doch müsse man damit rechnen, dass sich die Kirschessigfliege weiter Richtung Norden ausbreiten wird.

So fängt man Sonnenbrand

Auch die Obstbauern hatten 2015 mit der extremen Hitze zu kämpfen, kamen aber vergleichsweise glimpflicher davon als andere Kulturen. Wer über eine professionelle Beregnungsanlage verfügte, hatte immerhin Aussichten auf eine halbwegs normale Ernte. „Das Problem ist neben der Wärme vor allem die Sonneneinstrahlung“, sagt Bernhard Vogt. „Alle Beerenkulturen sind extrem sonnenbrandgefährdet. Vor allem bei Johannisbeeren gab es 2015 dramatische Fälle von Sonnenbrand.“

Gefragt sind dementprechend Beschattungsnetze und Beregnungslösungen für den richtigen UV-Schutz. Für Stachelbeeren etwa bot die Firma Wilex auf der Messe besonders eng gewebte, schwarz eingefärbte Beschattungsnetze an, die einen Gutteil des Sonnenlichts gar nicht erst durchlassen sollen.

Kenne deinen Boden

Ansonsten hat sich den ersten Blick auf dem (ebenfalls täuschend echt aussehenden) Ausstellungsrasen des ZG Raiffeisen-Messestandes nicht viel verändert. Der Geschäftsbereich Pflanzliche Produktion hat das bewährte Bodenprobengerät mitgebracht, mit dem Landwirte den Nährstoffbedarf ihres Bodens ermitteln können. Anhand der Ergebnisse kann sich der Kunde dann seine individuelle Düngemittelmischung zusammenstellen lassen.

Ungebrochen ist außerdem der Trend, dass auch konventionelle Betriebe zunehmend ökologische Komponenten einsetzen, wenn es zum Betrieb und zum Sortiment passt und die Wirkungsgrade vergleichbar oder sogar besser sind. Bei der Agrartechnik betrifft das vor allem die mechanische Unterstockbehandlung, die bei den biologisch zertifizierten Produkten die chemische Behandlung ersetzt. Dafür stand mit einer brandneuen Rollhacke der Firma Braun gleich das passende Gerät parat.

Schnittkosten kappen

„Die Rollhacke kommt eigentlich aus dem Weinbau, ist aber auch für Bio-Obst interessant“, sagt Rainer Buchmann, Verkaufsberater Agrar- und Forsttechnik bei der ZG Raiffeisen Technik-Servicestation in Neufrach. „Dazu kommt, dass seit der Einführung des Mindestlohnes das Interesse an Lösungen für die Mechanisierung von Arbeitsabläufen sprunghaft gestiegen ist. Die Betriebe möchten vor allem Schnittkosten und Arbeitskosten reduzieren.“

Wie gerufen kommt hier der Baumschneider, der mit seinen rotierenden Sägen die doppelte Antriebsleistung mitbringt wie der gewohnte Messerbalken. Das Gerät ist aber jederzeit umrüstbar von Sägeblättern auf Schlagmesser und umgekehrt.

Pflücke den Tag

Für eine effizientere Ernte interessant ist die Obstpflückmaschine von Frumaco mit integrierter Erntebühne. Das Obst muss nur noch von Hand gepflückt und auf einen der beiden Ausleger der Maschine gelegt werden, die an die Zangen eines riesigen Insektes erinnern. Die Maschine legt die Früchte dann selbstständig in Obstkisten ab. „Bei den Apfelproduzenten etwa kann der Ernteaufwand schon mal 50 bis 60 Prozent der Produktionskosten pro Hektar ausmachen“, sagt Buchmann.

Der ist immer geladen

Noch immer konkurrenzlos ist dagegen das abdriftmindernde Elektrostatik-Obstbausprühgerät von Zupan. Als bisher einziges Gerät am Markt erreicht es 95 Prozent Abdriftminderungsklasse, das positiv aufgeladene Pflanzenschutzmittel wird vom negativ geladenen Blatt der Pflanze angezogen und bleibt so besser haften.

Hinzugekommen ist allerdings ein Universal-Spitzcomputer von Inovell. Er ist dokumentationsfähig und arbeitet mit Sensorsteuerung für die Spritzdüsen. Unsichtbar bleibt auch ein weiterer Clou: Die Membran-Überwachung schlägt bei eventuellen Rissen Alarm, bevor die Pumpe beschädigt werden kann.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihrer nächsten ZG Raiffeisen-Niederlassung. Wir beraten Sie gerne.

Impressionen von der Fruchtwelt 2016
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Termine

Unsere Prüftermine für Sprühgeräte und Feldspritzen

vom Fachmann nach den gesetzlichen Vorgaben mehr

Aktuelles

Unser neuer Prospekt ist da!
Für Haus, Garten und mich! Gültig vom 23. bis 29. Mai 2019

Digitalisierung für Landwirte

Wir beraten Sie auf dem Weg vom analogen zum digitalen Betrieb mehr


Starwalls: Da wackelt bei uns die Wand

Hier bringt der Stein die fertige Mauer gleich mit mehr

Dokumente

Sicherheits- datenblätter

Link zur Datenbank mit allen gehandelten Gefahrenstoffen auf einen Blick mehr

Kontakt
Ausbildung und Jobs

Wir säen Zukunft

Ausbildung und Stellenangebote bei der ZG Raiffeisen mehr

Vermarktung

Matif Euronext Kurse

Kurse für Weizen, Raps und Mais mit 15 Minuten Verzögerung mehr

Qualitätssicherung

Unser Qualitäts- management

Alle Zertifikate und Gütesiegel finden Sie hier mehr

Standortfinder
Standortfinder Thumbnail

Ihre Niederlassung in Ihrer Nähe

Hier finden Sie Ihren ZG Raiffeisen-Partner in Ihrer Nähe. mehr

Mitgliedschaft

Mitglied werden

Als Landwirt können auch Sie jederzeit durch Zeichnung von Anteilen beitreten mehr

Wir über uns

Die ZG Raiffeisen auf einen Blick

Wer wir sind und was wir machen mehr

Meilensteine

Die ZG Raiffeisen-Zeitmaschine

Reisen Sie durch 100 Jahre Unternehmens- geschichte mit unserem Online-Zeitstrahl mehr

Mediathek

Pressebereich

Journalisten klicken bitte hier mehr

Termine
[Previous Month]   [Next Month]
Mai 2019
Mo Di Mi Do Fr Sa So
29
30
01
02
03
04
05
06
07
08
09
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
26
27
28
30
31
01
02