Die erste digitale Saison: Pilotbetrieb Hofgut Maxau testet Digitalisierung für Landwirte

09.08.2018
Von: Jens Kreutzfeldt

Auf ihrem digitalen Pilotbetrieb Hofgut Maxau testet die ZG Raiffeisen gemeinsam mit dem Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg (LTZ) und dem Umwelttechnikhersteller Fritzmeier sensor- und geodatenbasierte Verfahren für eine teilfächenspezifische Bewirtschaftung. Mit Spannung werden die ersten Versuchsergebnisse am Beispiel von Winterweizen und Mais erwartet.


Die erste Versuchsernte wird eingefahren (Foto: ZG Raiffeisen)

Auf den aktuellen Versuchsfeldern wurde im November 2017 erstmals Winterweizen der Sorten Ambello und Ferrum mit acht Versuchsvarianten ausgebracht. Auf den Mais-Versuchsflächen wurde im April die Sorte PR 38 A75 ausgesät.

Bei ersten Begehungen im Sommer fielen vor allem die teilweise starken Unterschiede bei der Wuchshöhe der Maipflanzen ins Auge. Die Versuchsflächen wurden mit verschiedenen Methoden im Laufe der Vegetationsphase bonitiert. Mit ersten konkreten Versuchsergebnissen wird nach der Ernte 2018 gerechnet.

Alles weitere über das digitale Pilotprojekt in Maxau lesen Sie hier


Das Hofgut Maxau bringt für ein solches Projekt ideale Voraussetzungen mit: Rund 175 Hektar extrem heterogener Ackerbauböden, wie sie typisch für die Regionen Badens sind, in einem Umkreis von rund vier Kilometern auf 140 Parzellen verteilt.

Die ersten beiden Teilprojekte untersuchen derzeit Lösungen mit optischen Sensorverfahren für die teilflächenspezifische Stickstoffdüngung und Wachstumsregeleranwendung sowie Pflanzenschutz-Assistenzsysteme. Dabei liegt ein weiteres Augenmerk auf den Abstandsauflagen für die Ausbringung von Pflanzenschutz in der Nähe von Oberflächengewässern. Getestet werden derzeit Produkte und Lösungen von Fritzmeier, Yara, Lemken und Rauch.

Zusätzlich sind bei dem Projekt Drohnen, Bodensensoren und automatische Wetterstationen aus dem Handelssortiment der ZG Raiffeisen-Gruppe im Einsatz.

Ist kleiner hier größer?

Projektziel ist vor allem zu untersuchen, inwieweit sich damit Anbauverfahren und Erträge in der vergleichsweise kleinräumigen Landwirtschaft Baden-Württembergs verbessern lassen. Wie gut funktioniert diese Technik in regionalen Flächenstrukturen, passt sie zur Betriebsorganisation und rechnet sich ihr Einsatz auch?

Auf Grundlage dieser Ergebnisse berät die ZG Raiffeisen Landwirtschaft Digital 4.0 GmbH, das digitale Start-up-Unternehmen der ZG Raiffeisen-Gruppe, landwirtschaftliche Betriebe auf ihrem Weg vom analogen zum digitalen Betrieb.

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