Die Grundfutter-Situation 2018: Eine Herausforderung

15.11.2018
Von: Marion Nückles

Die aktuelle Grundfuttersituation stellt Landwirte und Futtermittelhersteller dieses Jahr gleichermaßen vor große Herausforderungen. Nach der Rekord-Trockenheit gab es viel zu wenig Grassilage, und die Qualität der Maissilage enttäuschend.


Laktosan macht den Pansen fett (Foto: Ralf Peter für ZG Raiffeisen)

Laktosan macht den Pansen fett (Foto: Ralf Peter für ZG Raiffeisen)

Auf vielen Betrieben ist die Milchleistung gesunken, nicht selten auf 2 bis 4 Liter pro Tier und Tag. Ein Blick auf die Untersuchungsergebnisse des Grundfutters zeigt, dass der erste Schnitt meist gut ist und auch der zweite noch das Potential zum „Füttern“ hat. Das Problem ist häufig die Maissilage: Hier fehlt es an Energie und Stärke. Hinzu kommt noch, dass in einigen Regionen Grassilage in diesem Jahr ein knappes Gut ist und dann alternative Strukturkomponenten zum Einsatz kommen, die nur niedrige Energiegehalte aufweisen.

Futterfett ist nicht gleich Futterfett

Die erste Alternative, zu der dann häufig schnell gegriffen wird, besteht darin, die Energieversorgung der Kühe durch den Einsatz von Futterfetten sicherzustellen. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass Futterfett nicht gleich Futterfett ist. Palmfette sind zwar sehr gut in der Wiederkäuerfütterung einzusetzen, werden jedoch aufgrund ihrer Herkunft, der Art der Gewinnung und der Anbaumethoden sehr kritisch gesehen.

Bei den verseiften Fetten ist der Energiegehalt deutlich niedriger, und bei höheren Einsatzmengen kann es durch den „seifigen“ Geschmack zu Akzeptanzproblemen beim Tier kommen. Reines Öl in höheren Mengen schließt sich aufgrund der eingeschränkten Rohfaserverdauung aus.

Das RKW Kehl empfiehlt als Alternative zu den üblicherweise eingesetzten Futterfetten KK Laktosan Pur. Es besteht zu einem hohen Anteil aus extrudierter Leinsaat, aufgeschlossenem Getreide und Melasse-Schnitzeln. Zudem enthält es hochdosierte, immunstabilisierende Kräuter (Sangrovit) und viel Vitamin E.

Und auch für den scharf kalkulierenden Rechner lohnt sich KK Laktosan Pur: Mit 17 Prozent Rohprotein und 11,2 MJ NEL (Megajoule Netto-Energie-Laktation) auf 88 Prozent Trockensubstanz liefert es neben viel Energie auch noch entsprechendes Eiweiß, das beim reinen Fetteinsatz noch ergänzt werden müsste.

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