Bodenkur mit Gründüngung

Kräutergarten

Müden Boden auf natürliche Art beleben

Nachdem die meisten Beete im Garten abgeerntet sind, können Sie die Beschaffenheit und Fruchtbarkeit des Gartenbodens mit einer Gründüngung spürbar verbessern. Säen Sie dazu einfach nach der Ernte eine Gründung-Saatgutmischung auf das brache Beet. Innerhalb weniger Wochen entwickelt sich ein grüner Teppich, der den Boden tiefgründig lockert und mit organischen Substanzen anreichert.

Vorbild der Gründüngung im heimischen Garten ist die über Jahrhunderte gepflegte Dreifelderwirtschaft der Landwirtschaft. In ihr wechselten starkzehrende, mittelzehrende und schwachzehrende Pflanzen beim Anbau. Im letzten Jahr lag das Feld brach, wodurch sich Naturkräuter ansammelten und der Erde neue Nährstoffe zuführten.

Jahrhundertealtes Wissen

Mit der Intensivierung der Landwirtschaft und dem Einsatz von mineralischen Düngemitteln geriet das Prinzip der Dreifelderwirtschaft im letzten Jahrhundert immer mehr in den Hintergrund und zuletzt nahezu in Vergessenheit. Erst mit dem Trend zur naturnahen Landwirtschaft besinnte man sich auf das alte Wissen und ist vermehrt zur aktiven Gründüngung übergegangen.

Gründüngung nützt auf vielfache Art

Da bei der Gründüngung dem Boden keine Chemikalien zugeführt werden, eignet sich die Gründüngung auch insbesondere für den Gemüsegarten Hobby-Gärtnern. Sie bietet bei geringem Arbeitsaufwand und niederen Kosten in vielfältiger Weise einen positiven Einfluss auf die Bodenstruktur und die Nährstoffversorgung. Außerdem hält sie auf natürliche Weise Schädlinge zurück und unterstützt Nützlinge.

Verbesserung der Bodenstruktur

Die Durchwurzelung tieferer Bodenschichten durch Gründüngungspflanzen lockert den Gartenboden auf und wirkt der Bodenverdichtung entgegen. Der Gasaustausch mit tieferen Bodenschichten wird erhöht, das Bodenleben aktiviert, tief sitzende Nährstoffe werden erschlossen. Da die verbesserte Krümelstruktur die Wasserhaltefähigkeit des Gartenbodens erhöht, wirkt die Gründüngung auch einer Verschlämmung und Verkrustung des Bodens entgegen. Außerdem verhindert das Wurzelwerk der Gründüngungspflanzen die Bodenerosion durch Wind und Wasser.

Verbesserung der Nährstoffversorgung

Da die Pflanzen der Gründüngung im Herbst Düngevorräte und Restnährstoffe aus dem Boden aufnehmen und in ihren Blättern, Trieben und Wurzeln speichern, verhindern sie deren Auswaschung in tiefere Bodenschichten bzw. ins Grundwasser. Im Boden vorhandene Nährstoffe bleiben somit zum Großteil für die Folgekultur erhalten. Außerdem können bestimmte Gründüngungspflanzen zur Stickstoffanreicherung des Gartenbodens beitragen.

Schädlinge werden zurückgehalten, Nützlinge gefördert

Durch die Aussaat von Gründüngung werden einseitige Fruchtfolgen vermieden bzw. aufgelockert. Sie kann somit dazu beitragen, eine einseitige Anreicherung von Krankheits- und Schaderregern im Boden zu vermeiden. Außerdem kann durch die Aussaat von schnell wachsenden Gründüngungspflanzen ein unerwünschtes Unkrautwachstum unterdrückt werden. Einen zusätzlichen Nutzen durch Gründüngungspflanzen lässt sich durch die Aussaat von Blumenwiesen erzielen. Diese bieten Gartennützlinge wie etwas Bienen, Hummeln und Marienkäfern einen natürlichen Lebensraum und eine reiche Nahrungsquelle.

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Hochwertige Saatgut-Mischung mit verschiedenen Gründüngungspflanzen zur biologischen Bodengesundung von strapazierten Böden, sorgt für einen lockeren, humusreichen Boden im Gemüsegarten. Ideal auch als Vorkultur von Rasenflächen bei Neubauten.

Was bei der Gründüngung zu beachten ist

Die Aussaat von Gründüngungspflanzen ist vor allem im Herbst als Nachkultur auf abgeernteten Beeten zu empfehlen. Sie kann aber auch bereits im Sommer als Zwischenkultur auf brachliegenden Beeten erfolgen. Darüber hinaus können niedrig wachsende Pflanzen das ganze Jahr über unter Beerenobst-Sträuchern und zwischen Aussaaten mit weitem Reihenabstand ausgesät werden und so der Bodenverbesserung dienen. In neuen Gärten mit stark verdichteten Böden empfiehlt sich die Gründüngung vor der Anpflanzung oder Einsaat von Rasen. Um hier den optimalen Erfolg zu erzielen, sollten man idealerweise nacheinander zwei bis drei verschiedene Gründüngungspflanzen, die entsprechend der Bodenart und der gewünschten Wirkung ausgewählt werden.

Aussaat der Gründüngung

Je nach Pflanzenart kann eine Gründüngung über die gesamte Vegetationszeit von Anfang März bis Oktober ausgesät werden. In Nutzgärten ist die Maßnahme der Bodenregeneration allerdings erst ab August zu empfehlen, da dann die meisten Beete ohnehin brach liegen. Erfolgt die Aussaat zu einem späteren Zeitpunkt, sollte man bei der Sortenwahl auf schnell wachsende Sorten zurückgreifen.

Zur Vorbereitung der Aussaat ist zunächst vorhandenes Unkraut zu entfernen und der Boden mit einer Harke feinkrümelig herzurichten. Auf den so vorbereiteten Boden wird der Samen breitwürfig von Hand oder mit einem Streuwagen ausgesät und anschließend mit einem Rechen flach eingearbeitet. Gründüngungspflanzen, die viel Platz benötigen, werden in Reihen von 20 cm ausgebracht. Die Saattiefe beträgt in etwa 3 cm. Nach der Aussaat ist der Boden noch mal mit einer Rasenwalze leicht zu verdichten und gut feucht zu halten.

Einarbeitung des Pflanzenaufwuchses

Die Einarbeitung der Gründüngungspflanzen richtet sich zum einen nach der Aussaatzeit und zum anderen nach der Folgekultur. Im Frühjahr und Sommer ausgesäte Pflanzen sind nach etwa 10 Wochen noch vor der Samenreife. abzumähen und nach einigen Tagen flach einzuarbeiten. Ein unerwünschtes aussamen der Pflanzen wird so verhindert. Alternativ können die Pflanzen auch ausgerissen und kompostiert werden. Dies empfiehlt sich insbesondere dann, wenn nach der Gründüngung feine Aussaaten geplant sind. Im Herbst ausgesäte Pflanzen, die nicht winterhart sind, lässt man den Winter über stehen. Sie frieren vor der Samenreife ab und bedecken den Boden mit einer schützenden Hülle. Winterharte Gründüngungspflanzen bleiben ebenfalls den Winter über stehen. Sie werden im Frühjahr abgemäht und ebenso wie noch vorhandene Reste von nicht winterharten Pflanzen mit dem Kultivator in die Erde eingearbeitet. Drei bis vier Wochen später kann das so vorbereitete Beet neu bestellt werden.

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