Mehr als 40 Grad Celsius haben die Getreideernte 2026 maßgeblich beeinflusst. Während frühe Erntegebiete entlang der Rheinschiene überwiegend zufriedenstellende Erträge erzielten, führten Hitze und Trockenheit in später abreifenden Regionen zu deutlichen Einbußen.
„40 Grad können heute über den Ertrag eines ganzen Jahres entscheiden. Genau das haben wir Ende Juni erlebt“, erklärte Agrar-Geschäftsbereichsleiter Dr. Richard Volz.
Beim Weizen zeigen sich insgesamt gute Qualitäten, die Erträge fallen jedoch regional unterschiedlich aus. Beim Mais bleibt die weitere Witterung entscheidend für den Ernteverlauf. Gleichzeitig wurde deutlich, dass sich die angespannte Situation auf den internationalen Agrarmärkten bislang kaum in steigenden Preisen widerspiegelt.
Ein weiteres Thema war das außergewöhnlich frühe Niedrigwasser auf dem Rhein. Eingeschränkte Schiffskapazitäten und steigende Transportkosten verdeutlichen, wie eng Landwirtschaft, Logistik und Vermarktung miteinander verbunden sind.
Das Erntegespräch machte deutlich: Versorgungssicherheit beginnt auf dem Feld und setzt leistungsfähige regionale Strukturen entlang der gesamten Wertschöpfungskette voraus.