Der gemeine Stechapfel (Datura stramonium L.) ist hoch toxisch und im Maisbestand oft kaum zu erkennen. Gelangt die Pflanze in Häcksler oder Mähdrescher, wird sie vollständig mitverarbeitet. Bereits wenige Pflanzen können ganze Erntemengen kontaminieren – eine spätere Trennung ist nicht möglich.
Mit den geltenden EU-Grenzwerten für Tropanalkaloide steigt das Risiko für Ablehnung ganzer Chargen deutlich. Da es an der Gosse oder am Silo keine Schnelltests gibt, entscheidet die Früherkennung über die Sicherheit der Ernte.
Die Lösung
Eine KI-gestützte Drohnen-Erkennung, um Stechapfelpflanzen bereits vor der Ernte sicher zu identifizieren. Hochauflösende Drohnenbilder werden über eine Cloud-Lösung ausgewertet. Eine künstliche Intelligenz erkennt einzelne Stechapfelpflanzen selbst im hohen Bestand und stellt die Ergebnisse digital zur Verfügung. Das Ergebnis: Exakte Karten der betroffenen Stellen – direkt nutzbar für gezielte Maßnahmen.
Besonders im ökologischen Maisanbau bietet das Verfahren einen vielversprechenden Ansatz, um Kontaminationen zu vermeiden und die Erntequalität nachhaltig zu sichern.
So funktioniert es
- Anmeldung der Maisschläge über das ZG-Raiffeisen-Portal
- Drohnenbefliegung ca. 14 Tage vor der Ernte (wenige Minuten pro Hektar)
- KI-Auswertung der Bilddaten
- Ergebnisse nach ca. 3 Tagen per App verfügbar
Die App führt per GPS direkt zu den gefundenen Pflanzen, sodass diese vor der Ernte gezielt entfernt werden können.